Pflegeneubau

20 Wohnungen für Senioren und eine Tagespflege für Northeim

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So soll das neue Haus aussehen: Diese Grafik zeigt einen Blick auf das geplante Gebäude an der Wallstraße. Im Hintergrund ist der angrenzende Edeka-Markt zu erkennen.

Der Verein Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission Northeim plant eine Tagespflegestation mit 20 Plätzen, 16 barrierefreie und vier rollstuhlgerechte Mietwohnungen.

Entstehen soll das Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Kinderarztpraxis an der Wallstraße, in direkter Nachbarschaft zum Edeka-Markt und nur etwa 100 Meter entfernt vom bisherigen Heim.

Grund für die geplante Investition in Höhe von fünf Millionen Euro sei die große Nachfrage insbesondere älterer Menschen nach geeigneten Wohnungen mit Komfort, Service und sozialer Anbindung, sagt Clemens Ellies, Vorsitzender des Vereins Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission. „In Anbetracht der unmittelbaren Nähe zum Haupthaus der Inneren Mission ist dieser Standort für uns ideal.“

Nachdem die Abrissarbeiten auf dem Grundstück bereits abgeschlossen sind, laufen derzeit noch die vorbereitenden Erdarbeiten. Danach soll die Baustelle erst einmal ruhen. Im März oder April sollen dann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Die Fertigstellung des neuen Gebäudes, in dem 53 bis 85 Quadratmeter große Wohnungen entstehen werden, ist für Sommer 2020 geplant.

„Die Mieter der Wohnungen werden die Möglichkeit haben, das Service- und Unterhaltungsangebot im Pflegeheim mit zu nutzen“, beschreibt Heimleiter Robert Wehr das geplante neue Konzept. Das gebe es in dieser Form bislang in der Region noch nicht. „Wer es wünscht, kann auch im Speisesaal des Pflegeheims essen, aber selbstverständlich werden alle Wohnungen auch mit einer Küche ausgestattet sein.“ In der Tagespflege im Erdgeschoss des neuen Gebäudes sollen nach Auskunft Wehrs künftig 15 bis 20 Teilzeitkräfte beschäftigt werden. 

Planen den Neubau (von links): Heimleiter Robert Wehr, Clemens Ellies, Vorsitzender des Vereins Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission, und Architekt Ralf Ellies.

Für alle 20 geplanten Wohnungen gibt es nach Auskunft von Clemens Ellies bereits jetzt schon Interessenten. Und das, obwohl es bislang nur Mundpropaganda und das Bauschild gegeben habe. „Selbst, wenn noch jemand abspringen sollte, werden wir auf alle Fälle alle Wohnungen vermieten können“, ist sich Ellies sicher. 

Insofern könne man davon ausgehen, dass es eine richtige Entscheidung war, jetzt noch einmal groß zu investieren, obwohl der Verein erst vor sechs Jahren das Haupthaus erweitert habe. 

Bei den Mietwohnungen im neuen Haus steht laut Architekt Ralf Ellies die seniorengerechte Gestaltung im Vordergrund. Das bedeute, dass genug Platz vorhanden sei, um alle Räume auch mit einem Rollator erreichen zu können, und selbstverständlich werde es auch einen Fahrstuhl geben. 

„Zum angrenzenden Edeka-Markt hin werden wir das Gebäude so gestalten, dass der Parkplatz direkt vom Haus aus auch mit einem Rollstuhl erreicht werden kann.“ Bessere Betreuung „Das bietet nicht nur den Mietern die Möglichkeit, bequem einkaufen zu können oder das Ärztehaus erreichen zu können“, ergänzt Heimleiter Robert Wehr. „Auch für die Betreuung der Menschen in der Tagespflege ergeben sich damit viel mehr Möglichkeiten.“ (nik)

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