Viele Eltern auch aus der Region

Helios-Klinik: 2016 war Jahr der Babys in Northeim

Gemütliches Familienzimmer in der Northeimer Geburtsabteilung: Das Foto zeigt von links Schwester Sakine Cicek, Chefarzt Dr. Josef Frasunek, Stationsleiterin Ilona Olzhausen sowie die Schwerstern Anke Töpperwien und Margret Kallweit. 

Northeim. Laut Standesamt Northeim und Helios-Klinik Northeim wurden im vorigen Jahr in der Kreisstadt insgesamt 384 Babys geboren - die Zahl der Geburten steigt seit Jahren.

Das waren 20 mehr als im Jahr zuvor und sogar 120 mehr als im Jahr 2014. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung ist die Tatsache, dass in Northeim die Helios-Klinik mit ihrer Geburtshilfeabteilung ansässig ist. Alle dortigen Geburten zählen in dieser Statistik. Darin enthalten sind deshalb auch viele Mütter, die von außerhalb kamen, um in der Northeimer Klinik zu entbinden.

Die Zahl der Geburten dürfte sich in diesem Jahr noch weiter deutlich nach oben bewegen. Grund: Die Geburtsstation im Helios-Krankenhaus in Bad Gandersheim hat zum Jahresende ihre Pforten geschlossen. In der Kurstadt gab es in den vergangenen Jahren immer um die 225 Geburten. Als Ausweich für viele werdenden Eltern aus der Gandersheimer Region bietet sich die Klinik in Northeim an.

„Marie“ und „Luca“ beliebt

Beliebteste Vornamen, die das Standesamt Northeim in diesem Jahr in den Geburtsurkunden verewigt hat, sind laut Uwe Ritter, Leiter der Abteilung Bürgerdienste, die Namen Marie und Sophie bei den Mädchen sowie Luca und Jonas bei den Jungen gewesen.

Klinik auf Ansturm gewappnet

Die Northeimer Helios-Klinik erwartet ab diesem Jahr wegen der erfolgten Schließung des Kreißsaals in Bad Gandersheim mindestens 100 Geburten mehr pro Jahr. Vor dem „Ansturm“ haben die Verantwortlichen der Geburtststation in der neuen Northeimer Helios-Klinik allerdings keine Angst, wie der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Northeimer Krankenhaus, Dr. Wolfgang Kauffels, bestätigt. „Wir würden uns über den Zuwachs sehr freuen und sind gerade dabei, notwendige Neustrukturierungen vorzunehmen.“

Ziel der Umstrukturierung in der gynäkologischen Station sei es, mehr Betten für die Geburtshilfe frei zu bekommen. „Genügend Platz ist vorhanden“, fährt der Chefarzt fort, der erst vor drei Monaten vom Helios-Klinikum Hildesheim mit einer mehr als dreimal so großen Geburtsabteilung nach Northeim gewechselt war. Werdende Mütter und Wöchnerinnen sollen auf keinen Fall über das Haus verteilt werden, sondern in unmittelbarer Nähe der Kreißsäle einquartiert und umsorgt werden. „Schließlich sind wir von der Weltgesundheitsorganisation als babyfreundliches Krankenhaus zertifiziert und diesem Anspruch wollen wir auch weiter gerecht werden.“

Auch die klinischen Einrichtungen der Geburtshilfeabteilung in Northeim seien ausreichend, um den Zuwachs an Geburten schultern zu können. Zwei modern ausgestattete Kreißsäle, ein Vorwehenraum, in dem auch Geburten stattfinden können, und eine Gebärwanne seien vorhanden, sodass mehrere Geburten auch zeitgleich zu bewältigen wären. Dr. Kauffels: „Doch drei Geburten zur gleichen Zeit, das werden wir auch künftig nur ganz selten haben.“

Ein Ziel, das der neue Chefarzt, der die Gynäkologie- und Geburtshilfeklinik im Northeimer Krankenhaus gemeinsam mit Chefarzt Dr. Josef Frasunek führt, verfolgt, ist die Steigerung der Geburten auf über 500 im Jahr im Northeimer Haus.

Ziel: 500-er Marke

Gesundheitspolitisch würden kleine Geburtshilfeabteilungen unterhalb dieser Größe kritisch betrachtet, fährt er fort. Zum Beispiel deswegen, weil sie überdurchschnittliche Kaiserschnittraten aufwiesen und weil sie geforderte Aspekte der Qualitätssicherung schwerer sicherstellen könnten als größere Einheiten.

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