Bedeutendste Infrastrukturmaßnahme des kommenden Jahrzehnts

Innenstadtsanierung in Northeim: 25 Millionen Euro Fördervolumen

Northeim. Die Startlöcher für den Beginn der Sanierung von Northeims Innenstadt sind gegraben.

Nach der Konstituierung des Sanierungsbeirats hat sich jetzt auch die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG in der Northeimer Stadthalle als Sanierungsträger vorgestellt. Northeims Bürgermeister Simon Hartmann: „Wir wollen wieder Lust auf die Innenstadt machen.“

Das bundesweit tätige Unternehmen DSK, das mit rund 240 Mitarbeitern ein Treuhandvermögen von rund 4,3 Milliarden Euro verwaltet, wird Northeims bedeutendste Infrastrukturmaßnahme des kommenden Jahrzehnts mit einem Fördervolumen von knapp 25 Millionen Euro aus öffentlichen Kassen betreuen. Das Förderprogramm trägt den Namen „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, getragen wird es jeweils zu einem Drittel aus Stadt-, Landes- und Bundesmitteln.

Die Projektleitung übernimmt Ulf-Bernhard Streit vom DSK-Standort Hannover im Konzert mit der Stadtverwaltung. Er ist ein Experte mit einer rund 20-jährigen Erfahrung in diesem Bereich. Als Ansprechpartner für Bürger, Institutionen und Interessierte wird er einmal in der Woche im Northeimer Bürgerbüro vor Ort zu sprechen sein. Einen ersten Termin mit einem Hauseigentürmer vereinbarte er noch am Abend seiner Vorstellung. Seine regelmäßigen Sprechzeiten werden in Kürze veröffentlich.

Stadtbildprägende Gebäude

Weiterer Ansprechpartner wird Streits Vertreter Hans-Henning Hinrichs sein.

Streit sagte, Grundlage für die Stadtsanierung müsse die Fertigstellung des Gesamtkonzepts sein. “Im Fokus stehen die öffentlichen Funktionen. Daraus werden sich die Einzelmaßnahmen entwickeln.“ Er riet dazu, die Liste der sogenannten „stadtbildprägenden Gebäude“ für die Sanierung von einem externen Experten erstellen zu lassen, um die Neutralität zu wahren. Denn nicht jeder Eigentümer werde für eine Sanierung Zuschüsse bekommen können.

Davon seien aber nicht die steuerlichen Möglichkeiten für Eigentümer betroffen. Über die erhöhten Abschreibungsmodalitäten berät der Sanierungsträger ebenfalls. Um sie nutzen zu können, müssten genauso Modernisierungs- und Instandsetzungsverträge wie im Falle einer direkten Förderung abgeschlossen werden.

Gefördert werden können weitere Maßnahmen, unter anderem zur Aufwertung des öffentlichen Raums wie Straßen, Wege und Plätze, des Wohnumfelds und Freiflächen, Anpassungen der städtischen Infrastruktur sowie der Rückbau leer stehender, dauerhaft nicht mehr benötigter Gebäude oder Gebäudeteile.

Keine Ausgleichsbeträge

Eine Sorge konnte Streit gleich zerstreuen. Sogenannte Ausgleichsbeträge für die Wertsteigerung von Grundstücken und Häusern nach Abschluss der Sanierungen wird es im Rahmen des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ nicht geben. Die Ausgleichszahlungen hatten im Rahmen der ersten Stadtsanierung vor 30 Jahren für Ärger gesorgt.

Unterstützen wird der Sanierungsträger Eigentümer nicht nur bei finanziellen Fragen, sondern auch bei der Erstellung von Anträgen zur Gewährung von Sanierungsmitteln, der Vorbereitung von Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten und anderem mehr. (zhp) 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.