Holzfällerarbeiten am Philosophenweg beginnen am Montag

Im Northeimer Wieterwald müssen weitere 40 Buchen fallen

Philosophenweg am Northeimer Wieter im Schnee.
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Ab Montag gesperrt: Fast alle große Buchen, die in der ersten Reihe rechts am Philosophenweg stehen, werden aus Sicherheitsgründen in den nächsten Tagen gefällt.

Die Holzfällerarbeiten im Northeimer Wieter werden fortgesetzt

Northeim – Spaziergänger, die den Northeimer Philosophenweg noch einmal in seinem gegenwärtigen Erscheinungsbild sehen möchten, sollten am Wochenende noch einmal die Gelegenheit nutzen, denn ab Montagmorgen, 7 Uhr, werden dort etwa 40 weitere Bäume gefällt.

Bereits im Sommer 2019 hatte der Moringer Förster Jonas Fürchtenicht, der auch für die Bewirtschaftung des Northeimer Stadtwaldes zuständig ist, diese Maßnahme angekündigt, bei der mehrere 150 bis 200 Jahre alte Buchen aus Sicherheitsgründen entfernt werden müssen.

Ursprünglich war geplant, im Rahmen des regulären Holzeinschlags nur etwa zehn dieser direkt am Philosophenweg stehenden Bäume zu fällen, weil bei ihnen aufgrund des Klimawandels der natürliche Sterbeprozess vorzeitig eingesetzt hat und sie ein zunehmendes Sicherheitsrisiko für die Spaziergänger darstellen.

Die Rinde der betroffenen Bäume kann Förster Jonas Fürchtenicht mit der bloßen Hand abziehen. Dieses Archivfoto entstand bereits im August 2019.

Das fortschreitende Baumsterben im Wieter hatte die Pläne des Försters allerdings erheblich durcheinandergebracht, sodass dieses Vorhaben zunächst verschoben wurde und im Herbst des vergangenen Jahres zunächst im Bereich der befestigten Straße zwischen der Schutzhütte am Ende der Wieterallee und dem Wieterturm großflächig Bäume gefällt werden mussten (wir berichteten).

Bezüglich der ab Montag stattfindenden Fällarbeiten am Philosophenweg musste Fürchtenicht die ursprünglich geplante Vorgehensweise noch einmal überdenken, weil aufgrund der tropografischen Verhältnisse beim Fällen nur einiger weniger Bäume unter dem Strich erheblich mehr Schäden am natürlich nachwachsenden jungen Wald entstehen würden. „Wir werden jetzt so vorgehen, dass wir insgesamt etwa 40 geschädigte Bäume fällen werden“, erklärt Fürchtenicht. „Und zwar so, dass die Bäume in die jeweils entstehenden Lücken der andern gefällten Bäume fallen, sodass die jüngere Vegetation rund herum verschont bleibt.“

Bei den Buchen am Philosophenweg handelt es sich laut Fürchtenicht um sogenannte Randbäume, die anders wachsen als Bäume mitten im Wald. „Sie bilden dickere, kürzere Stämme und größere Kronen, was die Vermarktung schwieriger macht“, so der Förster. Daher würden solche Bäume eigentlich nicht gefällt. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Schäden bleibe aber leider keine andere Wahl.

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