Stadt will Durchgangsverkehr konsequent unterbinden

Northeim: Mehr als 4000 Fahrzeuge rollten täglich widerrechtlich durch Harztor-Baustelle

Damit die Bauarbeiter sicher in der Baustelle am Harztor arbeiten können, wird die Sperrung für den Durchgangsverkehr jetzt konsequent durchgezogen.
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Damit die Bauarbeiter sicher in der Baustelle am Harztor arbeiten können, wird die Sperrung für den Durchgangsverkehr jetzt konsequent durchgezogen.

Mehr als 4000 Fahrzeuge sind zuletzt täglich unerlaubt als sogenannter Durchgangsverkehr durch die Harztor-Baustelle gerollt. Das haben Verkehrszählungen der Stadt ergeben.

Und der Stadt Northeim als zuständiger Verkehrsbehörde reicht es jetzt: Die Baustelle wird bis zum Abschluss der Bauarbeiten im Herbst komplett gesperrt (HNA berichtete). Nur noch der Linienbusverkehr und Einsatzfahrzeuge dürfen die Baustelle durchfahren.

Die hohe Zahl an Fahrzeugen, die trotz der Sperrung Tag für Tag widerrechtlich durch die Baustelle gerollt sind, war jetzt Grund genug für die Baufirma, gegenüber der Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim und der Stadt Northeim die konsequente Durchsetzung der Vollsperrung einzufordern. Wenn nicht, sehe man sich gezwungen, die Arbeiten einzustellen.

Am Mittwoch hat die Stadtverwaltung auch noch einmal ausführlicher Stellung zu der Entscheidung bezogen: Schon zu Beginn der Bauarbeiten und der damit verbundenen Sperrungen seien trotzdem täglich im Schnitt 3000 Fahrzeuge durch die Baustelle gefahren. Auch das Aufstellen von Verbotsschildern und Geschwindigkeitsbegrenzungen, Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt und immer wieder Appelle hätten nichts gebracht.

Und trotz der eindeutigen Verkehrsführung nach Aufhebung der Einschränkungen in den Osterferien sei wieder ein sprunghafter Anstieg des Durchgangsverkehrs zu verzeichnen gewesen, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

Am vergangenen Montag habe die Verkehrsbelastung dann unter anderem mit Schwerlastverkehr erneut „eine nicht mehr tolerierbare Größenordnung erreicht“, heißt es weiter. Trotz der angekündigten Überprüfungen durch die Polizei, die Ahndung von Verstößen und das konsequente Zurückschicken der Fahrer habe der überörtliche Verkehr nicht ab-, sondern weiter zugenommen.

Und so sei nicht nur die Sicherheit für die Bauarbeiter, sondern auch die Verkehrssicherheit für die widerrechtlich die Baustelle durchfahrenden Autos und Lkw nicht mehr gegeben.

Störungen des Bauablaufs würden dann eben zur Verlängerung der gesamten Baumaßnahme führen, heißt es aus dem Rathaus. Und um das Ziel zu erreichen, das Harztor als wichtige Ost-West-Achse schnellstmöglich wieder für den Verkehr freizugeben, müsse der Verkehr in der Baustelle nun endgültig unterbunden und damit die Vollsperrung konsequent durchgesetzt werden.

Im Vordergrund stünden dabei der Schutz der Bauarbeiter, die Sicherung des Rettungsweges in Richtung Hammenstedt und Katlenburg sowie die Sicherstellung der Erreichbarkeit der Saarstraße, des Harztors und der Gartenstraße für Anwohner, heißt es weiter in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Die Stadt hat aufgelistet, wie zum Beispiel der Northeimer Friedhof erreichbar ist:

Für Besucher aus Richtung Hammenstedt ist der Friedhof über den Lohgraben per Auto erreichbar, dort muss auch geparkt werden. Aus Richtung Stadt ist die Zufahrt für Besucher der Friedhofs mit dem Auto nur aus dem Weinbergsweg über den Ostring in die Saarstraße sowie bis zum Friedhofsparkplatz an der Kapelle möglich. Der Appell des Bürgermeisters: Diese Strecken in den frühen Abendstunden zu nutzen, wenn nicht mehr gebaut wird. Die Northeimer könnten zudem den Parkplatz „In der Fluth“ nutzen und zu Fuß zum Friedhof gehen, wenn das möglich ist.

Die Anwohner der Straße Harztor können ihre Grundstücke in Absprache mit der Baufirma jederzeit erreichen. Die Kleingärten und der Flugplatz sind nur über die Jahnstraße zu erreichen. Der Bahnübergang Am Lohgraben wird für Autos gesperrt und ist nur noch für Radfahrer passierbar. (kat)

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