Drei Abschnitte fertig

Alle Infos: Die Mega-Baustelle auf der A7 bei Northeim

In diesem Baustellenabschnitt nahe der Anschlussstelle Echte läuft der gesamte Verkehr in vier Spuren auf der Richtungsfahrbahn Kassel. Auf der östlichen Seite wird die Richtungsfahrbahn Hannover ausgebaut.
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In diesem Baustellenabschnitt nahe der Anschlussstelle Echte läuft der gesamte Verkehr in vier Spuren auf der Richtungsfahrbahn Kassel. Auf der östlichen Seite wird die Richtungsfahrbahn Hannover ausgebaut.

A7 bei Northeim: Alle Infos zur Mega-Baustelle

Northeim - Die A7 wird auf knapp 30 Kilometern von vier auf sechs Spuren verbreitert, jüngst ist ein Teilstück von fünf-Kilometern fertig geworden. Es liegt am südlichen Ende des Ausbauabschnitts. Damit läuft der gesamte Verkehr zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Northeim-West über die neu ausgebaute Richtungsfahrbahn Hannover.

Um den seit Frühsommer 2017 laufenden Ausbau bei laufendem Verkehr vornehmen zu können, wurde die Baustelle auf der A7 nach einer Art Schachbrett-Konzept eingerichtet. Die derzeit noch vier Fahrspuren werden jeweils auf einer Seite der Autobahn zusammengelegt, um die andere Richtungsfahrbahn ausbauen zu können. Damit sich die Verkehrsteilnehmer nicht über die gesamten 30 Kilometer durch Engstellen zwängen müssen, gibt es zwischendrin eine so genannte Beruhigungsstrecke.

Mega-Baustelle A7 bei Northeim: Drei Abschnitte sind fertig

Zu Beginn des Jahres lief der Verkehr auf der A7 noch komplett über die Richtungsfahrbahn Kassel, während auf der Gegenfahrbahn gebaut wurde. Nun sind zwölf Kilometer in Richtung Norden ausgebaut, erläutert der Sprecher des Baukonsortiums Via Niedersachsen, Steffen Schütz: neben dem jetzt fertiggestellten Teilstück ein vier Kilometer langer Abschnitt nördlich der Anschlussstelle Northeim-Nord und ein drei Kilometer langes Stück südlich der Anschlussstelle Seesen. 

Noch 2020 sollen zwei weitere auf der A7-Teilstücke fertig werden, nämlich ein drei Kilometer langer Abschnitt zwischen Echte und Seesen in Höhe der Ortschaften Oldenrode und Ildehausen sowie ein 1,5 Kilometer langes Stück im Bereich der Anschlussstelle Echte, sagt Schütz. Insgesamt sind in diesem Jahr 23 Kilometer Autobahn im Bau.

In den Abschnitten, wo die Richtungsfahrbahn Hannover fertig ausgebaut ist, laufen nun die Arbeiten auf der Fahrbahn in Richtung Kassel.

Mega-Baustelle A7 bei Northeim: Abschluss der Arbeiten Ende 2022

Bis der Verkehr komplett sechsspurig rollen kann, wird es aber noch dauern. Als Erstes sollen zwei Abschnitte am nördlichen und südlichen Ende der Ausbaustrecke fertiggestellt werden. Dies werde wohl Ende 2021 der Fall sein, sagt Sprecher Schütz.

Ursprünglich war geplant, bis dahin den kompletten auf der A7-Ausbau abzuschließen. Dieses Ziel mussten die Planer jedoch um ein Jahr verschieben. Neben teilweise schwierigen Bodenverhältnissen brachten archäologische Funde aus der Jungsteinzeit, deren Bergung mehr als eineinhalb Jahre dauerte, den Zeitplan durcheinander. 

Ferner kam eine Population von Wasserfledermäusen den A7-Bauern in die Quere. Diese hatten in einer der Autobahnbrücken an den Northeimer Kiesseen, die für die Verbreiterung abgerissen werden sollte, ihr Sommerquartier. Deshalb musste für sie erst ein Ersatzquartier gebaut werden. Inzwischen hätten die Tiere das neue Quartier angenommen, so Schütz: „An der Fledermausfront ist Ruhe.“

Mega-Baustelle A7 bei Northeim: Grünbrücken für Luchs und Co.

Auch für andere Tiere gibt es Spezialbauten: Unter den 37 Brücken, die derzeit im Bau sind, befinden sich auch zwei Grünbrücken. Eine dieser Brücken befindet sich in der Nähe von Hillerse zwischen den auf der A7-Anschlussstellen Northeim-West und Nörten-Hardenberg, die zweite Wildbrücke wird derzeit am Harzhorn gebaut. 

Dass die Grünbrücke gerade dort gebaut wird, liegt vor allem daran, dass in dieser Gegend Wildkatzen leben. Die Wildbrücke soll es den geschützten Tieren ermöglichen, bei ihren Streifzügen gefahrlos die Autobahn zu queren. 

Auch für die weitere Ausbreitung der Luchse könnte die Brücke hilfreich sein. In den vergangenen Jahren seien mehrfach Luchse zu Tode gekommen, als sie versuchten, die auf der A7 zu queren, sagt der Koordinator des Harzer Luchsprojekts, Ole Anders. Fänden die Tiere den Weg über die Wildbrücke, könnten sie sich leichter weiter gen Westen ausbreiten und neue Lebensräume erobern.

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