Bauzaun fehlte in der Baustelle

Polizist stürzt bei Einsatz auf A7 neun Meter in die Tiefe

Lastwagen und Autos fahren am 12.09.2017 bei Northeim (Niedersachsen) über die Autobahn 7
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An einer Baustelle auf der A7 im Kreis Northeim stürzte ein Polizist neun Meter tief. Er erlitt schwere Verletzungen und kam in eine Klinik. (Symbolbild)

Ein Beamter der Autobahnpolizei Göttingen hat bei einem Einsatz in der Baustelle auf der A7 schwere Verletzungen erlitten. Er stürzte neun Meter in die Tiefe.

Kalefeld – Schwere Verletzungen hat ein 58-jähriger Beamter der Autobahnpolizei Göttingen in der Nacht zu Sonntag (18.10.2020) bei einem Einsatz in der Baustelle auf der Autobahn 7 nahe Kalefeld (Kreis Northeim) erlitten. Der Beamte war rund neun Meter in die Tiefe gestürzt und hatte zahlreiche Knochenbrüche erlitten, unter anderem an der Wirbelsäule. Ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte, dass der 58-Jährige aber noch „relativ glimpflich“ davon gekommen sei, denn nach ersten Erkenntnissen würden keine bleibenden Schäden zurückbleiben.

Unfall auf A7 im Kreis Northeim: Polizist wollte toten Waschbär bergen

Der Polizeibeamte war gegen 2 Uhr mit einem Kollegen in den Baustellenbereich gerufen worden, weil dort ein toter Waschbär auf der Fahrbahn lag. Als der 58-Jährige das Tier am Fahrbahnrand „entsorgen“ wollte, trat er „plötzlich ins Leere“ und stürzte in die Tiefe, so der Polizeisprecher. Aufgrund der Dunkelheit habe der Beamte nicht sehen können, dass er sich auf einer bereits zum Teil abgerissenen Brücke befand. Auch habe in dem Bereich ein Bauzaun als Absperrung gefehlt, der inzwischen aber wieder aufgestellt wurde.

Der Schwerverletzte wurde vom Rettungsdienst und der Feuerwehr versorgt und in eine Klinik transportiert. Die Polizei ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Unfall auf A7 bei Northeim ist „Katastrophe“ für Familie

Steffen Schütz, Sprecher des mit dem Autobahnausbau beauftragten Unternehmens Via Niedersachsen, betonte auf HNA-Anfrage, dass der „schreckliche Unfall“ alle Mitarbeiter des Unternehmens sehr erschüttert habe. „Das ist eine absolute Katastrophe, vor allem für den betroffenen Beamten und dessen Familie“, so Schütz weiter. Ansonsten bitte er aber um Verständnis, dass er sich als Sprecher von Via Niedersachsen nicht zu den noch laufenden Ermittlungen äußern werde. (kat)

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