Weitere Sperrungen drohen

Straffer Plan: So läuft der A7-Ausbau bei Northeim 2019 ab

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Hier wird intensiv gebaut: An der Nordfahrbahn auf Höhe von Echte laufen die Bauarbeiten an der Böschungssicherung (rechts) sowie am Parkplatz Bierberg. 

Via Niedersachsen hat den Bauplan für den A7-Ausbau bei Northeim für 2019 veröffentlicht. Das soll gemacht werden.

Aktuell läuft der Verkehr in Richtung Norden und Süden komplett auf der Fahrbahn in Richtung Kassel auf jeweils zwei Spuren.

Wie bereits in der Vergangenheit dürfte dies mit weiteren Vollsperrungen verbunden sein, um den 4+0-Verkehr einrichten zu können. Die Teilbereiche zwischen Düderode und Echte sowie zwischen Imbshausen und Northeim-Nord erhalten hingegen noch keinen 4+0-Verkehr, da diese Abschnitte als sogenannte Beruhigungsstrecke für den Verkehr fungieren und dort nicht auf der Autobahn gebaut wird.

A7-Ausbau bei Northeim: Das passiert im ersten Halbjahr 2019

Im ersten Halbjahr soll unter anderem folgendes erfolgen

  • Bauabschnitt 1 zwischen Seesen und Düderode: Restabbruch der Richtungsfahrbahn Hannover, Abbruch von sechs Bauwerken, Überbau von insgesamt sieben Bauwerken, Errichtung von 870 Meter Lärmschutzwand, Bau von vier Regenrückhaltebecken und Beginn der Oberbauarbeiten der Fahrbahn.
  • Bauabschnitt 3 zwischen Echte und Imbshausen: Restabbruch der Richtungsfahrbahn Hannover, Abbruch von vier Bauwerken, Überbau von vier Bauwerken, Bau von fünf Regenrückhaltebecken sowie Bau der neuen Park- und WC-Anlage Bierberg West.
  • Bauabschnitt 5.1 zwischen Northeim-Nord und Park- und WC-Anlage Schlochau: Vorbereitung des 4+0-Verkehrs, Abbruch von sechs Bauwerken sowie Erdarbeiten und Bau einer neuen Entwässerung.
  • Bauabschnitt 5.2 zwischen Park- und WC-Anlage Schlochau und Hillerse: Bau der Fundamente, Widerlager und Überbau von sieben Bauwerken, Bau von sechs Regenrückhaltebecken und Überbauarbeiten der Fahrbahn.

Während der Sperrungen der Autobahn kommt es immer wieder auch zu viel Umleitungsverkehr, der über die offizielle Umleitungsstrecke B3 in Northeim rollt. Regelmäßig fragen HNA-Leser, weshalb der Verkehr nicht über die Entlastungsstraße geleitet wird.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim teilt auf HNA-Anfrage mit, dass die Entlastungsstraße von der Stadt Northeim überhaupt nicht dafür geeignet ist, den Schwerlastverkehr aufzunehmen. Außerdem dürfe der Verkehr nicht einfach über eine Straße der Stadt umgeleitet werden. Nach HNA-Recherchen heißt es dazu im Bundesfernstraßengesetz, dass bei einer Umleitung des Verkehrs von der Autobahn über die Entlastungsstraße letztlich der Bund für entstandene Schäden an der Straße der Stadt Northeim aufkommen müsste.

Die Umleitung über die Göttinger Straße, die zugleich B3 ist, führt wie bei sogenannten Bedarfsumleitungen vorgesehen über eine Straße des Bundes. So bleiben etwaige Entschädigungsforderungen am Ende aus.

Konkret bedeutet das: Umleitungsstrecken bei Sperrungen der Autobahn sollen vorrangig immer auch über Straßen des Bundes führen. Deshalb wird es an der Göttinger Straße in Northeim auch künftig bei Vollsperrungen im entsprechenden Bereich der A7 laut bleiben. 

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