Helfer verteilen auch mal Windeln

Mega-Stau nach Unfall auf der A 7: Autobahn stundenlang gesperrt - DRK-Bereitschaft versorgt Wartende 

Feuerwehrleute, umgestürzter Tanklastzug, Autobahn 7 bei Nörten
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Bei dem Unfall am Montag auf der A 7 war der Tanklastzug quer über alle Fahrstreifen gestürzt, weshalb sich die Bergung stundenlang hinzog - für alle Fahrer, die nicht rechtzeitig abfahren konnten, hieß es warten.

Ein schwerer Unfall hatte am frühen Montagnachmittag zu einer fast 12-stündigen Vollsperrung der Autobahn 7 kurz vor Nörten-Hardenberg gesorgt.

Northeim - Nach dem schweren Unfall mit drei Fahrzeugen auf der A7 bei Nörten-Hardenberg am Montagnachmittag war die Autobahn fast 12 Stunden in Richtung Kassel voll gesperrt. Diejenigen, die vorher nicht mehr an der Autobahn-Anschlussstelle Northeim-West abgeleitet werden konnten und vor der Unfallstelle im Stau standen, mussten sich auf eine sehr lange Wartezeit einstellen: Erst gegen 3 Uhr in der Nacht war die Unfallstelle geräumt.

Glück im Unglück hatten die Lkw-Fahrer, die in ihrem dank Standheizung warmen Führerhaus ausharren konnten. Schlecht sah es dagegen für die Insassen der zahlreichen Auto aus, darunter auch Kinder, die in der Kälte warten mussten.

Mega-Stau nach Unfall auf der A7: Fahrer bitten telefonisch um Hilfe für die Wartenden

Per E-Mail oder Telefon aus dem Stau hatten sich am späten Montagabend schließlich mehrere Lkw-Fahrer bei der Northeimer HNA-Redaktion und der Polizei gemeldet und um Hilfe für die Wartenden gebeten.

Die erreichte die Menschen dann auch schon wenig später in Form der DRK-Bereitschaft Northeim, deren ehrenamtlichen Mitglieder heißen Tee, Decken, Spielzeug, Obst und Snacks im Gepäck hatten, um die in der Kälte ausharrenden Menschen zu versorgen.

Unter Leitung von Frank Beckmann, Chef der DRK-Bereitschaft, sowie den beiden Zugführern Marvin Golze und Kevin Viebrans, waren fast 30 Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes bis in die Nacht auf der Autobahn im Einsatz.

Im Mega-Stau auf der A7: Helfer verteilen Decken, Snacks und Getränke

„Wir haben mit Unterstützung der Motorradstaffel der Northeimer Johanniter zuerst eruiert, wer im Stau was benötigt“, berichtet Frank Beckmann am Dienstag. Dann wurden warme Decken, heißer Tee, Obst, Snacks und auch Kaltgetränke verteilt. Für die Kinder gab es außerdem Spielzeug oder auch mal eine neue Windel, falls die Eltern darum baten. „Wir sind da schon echt gut ausgestattet“, so Beckmann mit einem Lachen.

Natürlich wurden auch die Lkw-Fahrer und vor allem auch die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken versorgt.

Besonders gefreut habe sich Beckmann zum einen über die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften der Johanniter, der Feuerwehr und der Polizei, zum anderen aber vor allem darüber, dass sich sehr viele der Wartenden auf der Autobahn bei den Helfern bedankt haben. „Das passiert uns auch nicht so oft“, erzählt der DRK-Bereitschaftsführer.

Darum sei ein Dankeschön von Menschen, denen man, wie jetzt auf der Autobahn, helfen konnte, eine besonders schöne Art der Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit. (kat)

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