Breitbandausbau soll bis zum 20. Juni 2019 beendet sein

Ab November wird im Landkreis Northeim gebaggert

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Der von Bund und Land geförderte Breitbandausbau im Landkreis Northeim soll Anfang November beginnen. Das haben Vertreter der Deutschen Telekom mit Regio-Manager Jens Göppert an der Spitze am Freitag im Northeimer Kreistag angekündigt.

Sie betonten, dass der am 20. Juni per Vertragsabschluss mit dem Landkreis Northeim besiegelte Ausbau voll im Zeitplan liege. Die Arbeiten werden nach ihren Worten wie vereinbart innerhalb eines Jahres nach Vertragsunterzeichnung abgeschlossen sein. Die seit Unterzeichnung verstrichene Zeit sei notwendig gewesen, um den Ausbau vorzubereiten.

Tiefbau

Der Tiefbau soll im November beginnen. Dabei ließen es die Mitarbeiter des Unternehmens allerdings offen, wo begonnen werde und in welcher Reihenfolge die Arbeiten abgearbeitet werden. Die Telekom-Vertreter und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel kündigen aber an, dass es in der 44. Kalenderwoche (29. Oktober bis 2. November) einen ersten Spatenstich für den Ausbau geben soll.

Die Tiefbauarbeiten für die Verlegung von Glasfaserkabel bis zu den Verteilerkästen sind landkreisweit in 13 Teile („Lose“) aufgeteilt. Zunächst sollen fünf Unternehmen mit den Erdarbeiten beginnen, teilten die Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens mit. Der Tiefbau soll Ende März abgeschlossen sein. Dann folgen die Anschlussarbeiten.

Die Kritik, die beispielsweise vom CDU-Kreistagsmitglied Dirk Ebrecht kam, der Ausbau erfolge mit einer inzwischen veralteten Technik, wiesen sie zurück. Zum einen sei der Ausbau, wie er nun erfolge, vertraglich vereinbart. Zum anderen würden dank der eingesetzten Technik („Super-Vectoring“) Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 250 Mbit/s möglich.

Das reiche zwar nicht an die mehr als 1000 Mbit/s heran, die möglich seien, wenn Glasfaser bis in die Häuser verlegt werde. Aber die meisten (Privat-)Kunden begnügten sich derzeit mit Anschlüssen, die 50 Mbit/s bieten.

Außerdem würde der komplette Glasfaserausbau drei Jahre dauern. Das heißt, die meisten Kunden hätten dann noch deutlich länger auf ihre Breitbandanbindung warten müssen.

Im Internet, so betonten die Telekom-Mitarbeiter, kann unter der folgenden Adresse jeder überprüfen, wann in seiner Ortschaft Breitband zur Verfügung steht.

Die nächste Stufe des Breitbandausbaus ist indes bereits in Vorbereitung. Wie Landrätin Klinkert-Kittel in der Kreistagssitzung bekannt gab, hat sie ein neues Markterkundungsverfahren in Auftrag gegeben. Sie ist damit den Empfehlungen des Staatssekretärs im niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, Stefan Muhle, (CDU) gefolgt.

Dieser hatte jüngst vor Kreistagsmitgliedern und Bürgermeistern aus dem Landkreis Norheim die Voraussetzungen erläutert, unter denen der Landkreis von einer erneuten Förderung des Netzausbaus profitieren kann (HNA berichtete).

Das Land will bis 2025 die Voraussetzungen dafür schaffen, dass für alle Haushalte in Niedersachsen zumindest klar ist, wann sie eine gigafähigen Internetanschluss (Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 1000 Mbit/s) bekommen können.

Bei einem Markterkundungsverfahren wird ermittelt, wie der Ausbaustand im Landkreis ist und welche Unternehmen am Ausbau beteiligt sind. Im Landkreis Northeim sind bisher die Telekom sowie die Firmen Goetel und Deutsche Glasfaser aktiv.

Graue Flecken

Im Zuge dieses erneuten Ausbaus sollen die allerletzte weißen und grauen Flecken bei der Breitbandanbindung geschlossen werden. Als graue Flecken werden Bereichebezeichnet, in denen nur Übertragungsraten unter 30 Mbit/s möglich sind. Weiße Flecken sind Gebiete ohne jede Breitbandanbindung.

Bei dem nun wohl im November beginnenden Ausbau sollen 16 000 Haushalte mit einem Breitbandanschluss von mindestens 30 Mbit/s erhalten.

Zuvor hat die Deutsche Telekom nach eigenen Angaben bereits 35 000 Haushalte ohne öffentliche Förderung mit mindestens einem solchen Anschluss versorgt. 

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