Seit mehr als zwei Jahrzehnten unbewohnt

Abbruchhaus an St.-Sixti-Kirche weicht für Krippenbau

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Schief und einsturzgefährdet: Das Küsterhaus gegenüber der Northeimer Sixti-Kirche (Bildmitte). Es soll einem Krippenneubau weichen. Geplant ist die Verbindung des Neubaus mit dem Haus links daneben. 

Northeim. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist es unbewohnt und seit Jahren bereits einsturzgefährdet, das ehemalige Küsterhaus schräg gegenüber der Northeimer St.-Sixti-Kirche. 

Jetzt soll das Gebäude weichen und einem Krippenneubau Platz machen, den die Sixti-Gemeinde 2016 bauen will.

Die Krippe soll laut Kirchenvorstandschef Dr. Christian Steigertahl eine Außenstelle des Sixti-Kindergartens in der nicht weit entfernten Hagenstraße werden und zugleich helfen, die immer noch vorhandene Lücke von Krippenplätzen in der Kernstadt zu schließen.

Krippenplätze fehlen

Der Landkreis hatte erst kürzlich die Stadt Northeim darauf hingewiesen, dass die Stadt die geforderte Versorgungsquote für Krippenplätze (40 Prozent der Kinder unter drei Jahren sollen versorgt werden können) bei weitem nicht erreiche. Es fehlten noch drei Krippengruppen.

Die Stadt begrüßt deswegen das Vorhaben der Kirche, nach der Neuerrichtung einer Krippengruppe im Sixti-II-Kindergarten in der Südstadt jetzt auch den Sixti-I-Kindergarten an der Hagenstraße mit einer Krippengruppe als Außenstelle zu versehen. Das geht aus einer Vorlage für den Rat hervor.

Voraussetzung für den Krippenbau ist der Abriss des maroden Küsterhauses. Dies steht bislang noch unter Denkmalschutz. Die Untere Denkmalschutzbehörde hatte dem jetzigen Eigentümer des Hauses dennoch grünes Licht für einen Abriss gegeben, da das Gebäude nur mit unverhältnismäßig hohen Aufwand für eine neue Nutzung zu retten sei.

Laut Kirchenvorstand Steigertahl soll der Eigentümer zunächst das Haus abreißen, wobei die Kirchengemeinde ihm die Kosten ersetzt. Anschließend werde die Gemeinde das Grundstück kaufen und im Frühjahr mit dem Neubau beginnen. Die Genehmigung der Landeskirche liege vor.

Verbindung mit Nachbarhaus

Geplant sei, den Krippenneubau mittels eines gläsernen Ganges mit dem benachbarten Haus Kirchplatz 7, das ebenfalls der Kirche gehöre, zu verbinden und so mehr Raum für die Krippennutzung zu gewinnen. Auch Teile des jetzigen Parkplatzes, der sich auf kirchlichem Gelände befindet, sollen zum Krippengelände zugeschlagen werden.

Rücklagen der Gemeinde

Finanzieren wird die Kirchengemeinde den Neubau zum einen aus 250 000 Euro an Zuschüssen von Bund, Land und Landkreis, die die Stadt beantragt. Zum anderen sollen Eigenmittel ins Projekt fließen. Steigertahl: „Wir haben Rücklagen aus dem Verkauf des ehemaligen Pfadfinderhauses am Seldeweg und des Diakoniehauses an der Teichstraße, die wir jetzt in die Krippe stecken können.“ (goe)

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