Software noch nicht aktualisiert

Abgas-Skandal: Elf Autos droht im Kreis Northeim die Stilllegung

Northeim. Elf Eigentümern von Diesel-Autos aus dem VW-Konzern im Landkreis, die mit der unzulässigen Schummelsoftware ausgerüstet sind, erhielten Post von der Zulassungsstelle.

Ihnen droht die Stilllegung ihrer Fahrzeuge, weil sie die eingeräumte Frist für die Installation des Updates der Motorsoftware haben ungenutzt verstreichen lassen.

Wie Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer auf Anfrage der HNA mitteilte, habe der Landkreis in allen Fällen Verfahren zur Stilllegung der Fahrzeuge eingeleitet, aber noch nicht abgeschlossen. Die Betroffenen hätten nun zunächst eine erneute Frist erhalten, sich zu der drohenden Stilllegung zu äußern – oder aber das Update nun doch noch schnell nachzuholen.

Wann tatsächlich Zulassungsstempel von Nummernschilder gekratzt werden, ist offen. „Eine Prognose dazu, wann es zu den ersten Stilllegungen kommt, lässt sich aufgrund der Verfahrensstände aktuell nicht treffen“, sagte Niemeyer.

Die 18-monatige Frist für ihre Umrüstung endete Anfang Juni. Bundesweit droht insgesamt 15 000 VW- und Audi-Modellen, dass sie aus dem Verkehr gezogen werden. Es sind Fahrzeuge der Baujahre 2009 bis 2014 mit dem „EA 189“-Dieselmotor mit illegaler Abschaltvorrichtung für die Abgasreinigung. Von den 2,46 Millionen Fahrzeugen mit der Schummelsoftware sind bundesweit 95 Prozent (2,33 Millionen Euro) umgerüstet worden.

Post von den Zulassungsstellen haben laut Bundesverkehrsministerium nun nur die Eigentümer erhalten, die trotz mehrfacher Aufforderung nicht an der verpflichtenden Rückrufaktion zur Installation einer legalen Motor-Software teilgenommen haben.

Laut des Fachmagazins „Auto, Motor und Sport“ sind in Hamburg, München und Sachsen-Anhalt bereits Fahrzeuge ohne Software-Update stillgelegt worden. (ows)

Rubriklistenbild: © Mennecke/HNA

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