Abiturientin leistet ein Jahr Freiwilligendienst in Georgien

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Bald geht es los: Elisabeth Urban fliegt im August für ein Jahr nach Georgien. Nahe der türkischen Grenze leistet sie Freiwilligendienst für die Hilfsorganisation Brot für die Welt.

Höckelheim. Die Abiturientin Elisabeth Urban bereitet sich auf ein Jahr Freiwilligendienst in Georgien vor. Dort will sie vor allem Kinder und Jugendlichen helfen.

Nach ihrem 1,0-Abitur am Northeimer Gymnasium Corvinianum könnte Elisabeth Urban jetzt Urlaub machen und sich in Ruhe überlegen, was sie studieren möchte. Doch die Abiturientin aus Höckelheim hat vorerst andere Pläne. Sie leistet lieber Freiwilligendienst und fliegt im Auftrag der Hilfsorganisation Brot für die Welt für ein Jahr nach Georgien.

„Wenn ich einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung leisten kann, hat sich meine Reise schon gelohnt“, sagt die 18-Jährige wenige Wochen vor ihrem Abflug. Los geht’s am 10. August von München über Tiflis bis in das 18 000-Einwohner-Städtchen Osurgeti, nahe der türkischen Grenze.

Erst die Sprache lernen 

„In den ersten vier Wochen werde ich erst einmal das Land kennenlernen und einen Georgisch-Sprachkurs belegen“, sagt sie. Schon jetzt übt sie fleißig das Alphabet der hierzulande eher unbekannten Sprache. „Nach der Eingewöhnungsphase ziehe ich zu einer Gastfamilie“.

Zwar habe sie auch die Möglichkeit gehabt, mit anderen ausländischen Freiwilligen in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. „Ich habe mich aber bewusst für eine Gastfamilie entschieden, weil ich so Menschen und Kultur viel unmittelbarer kennenlernen kann“, sagt die Höckelheimerin.

In Osurgeti, das etwa zehn Kilometer vom Schwarzen Meer entfernt liegt, wird sie für die karitative Organisation Young Pedagogues Union arbeiten. Die Partnerorganisation von Brot für die Welt in Westgeorgien setzt sich für sozial benachteiligte Menschen, die Demokratisierung von Schulen sowie die Förderung des Bürgerbewusstseins junger Menschen ein.

An welchen Projekten sie konkret mitarbeiten wird, klärt sich erst vor Ort. „Am liebsten würde ich Projekte mit Kindern und Jugendlichen unterstützen“, sagt sie.

Kaukasus statt Costa Rica 

Ursprünglich wollte sie ihren Dienst in Costa Rica leisten. Doch dann habe sie auf einem Info-Tag das Angebot in Georgien überzeugt - und sich für das Land im Kaukasus entschieden.

Organisiert wird ihr Aufenthalt vom Freiwilligendienst Weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der auch 75 Prozent der Kosten trägt. Den Rest bezahlt Brot für die Welt.

Nach dem zwölfmonatigen Aufenthalt in Georgien will Elisabeth Urban studieren. Noch hat sie sich nicht für einen bestimmten Studiengang entschieden. Mit einem 1,0-Abitur in der Tasche plus Freiwilligendienst hat sie allerdings auch nach ihrer Rückkehr noch alle Möglichkeiten.

Wer den Freiwilligendienst mit einer Spende fördern möchte, bekommt Infos bei Elisabeth Urban, Tel. 0 55 51 / 42 01.

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