Fertigstellung nach einem Jahr Bauzeit

Innere Mission weiht ihre Tagespflege in Northeim ein

Das Team der neuen Tagespflege der Inneren Misssion rund um Leiterin Andrea Siegel (rechts) vor dem Neubau an der Wallstraße.
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Das Team der neuen Tagespflege rund um Leiterin Andrea Siegel (rechts) vor dem Neubau an der Wallstraße.

Northeim – Von der Einschulung bis zur Übergabe des Abiturzeugnisses reichte der amüsante Rückblick, den Clemens Ellies, Vorsitzender des Vereins Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission, am Freitagnachmittag bei der Einweihung der neuen Tagespflege skizzierte. Die neue Einrichtung an der Wallstraße, die den Namen „Vital im Alter“ trägt, nimmt am Montag ihren Betrieb auf.

Im Jahr 2012, als der neue Anbau an das bestehende Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission in 100 Metern Luftlinie an der Eichstätte in Betrieb ging, habe man gedacht, man sei gut aufgestellt, erinnerte Ellies.

„Doch die hohe Nachfrage nach Plätzen in der stationären Pflege hat uns eines Besseren belehrt“, sagte er am Freitag vor den rund 20 Gästen der Einweihung. Auch hätten immer wieder Angehörige von Senioren um die Einrichtung einer Tagespflege gebeten.

Also startete 2017 die Planung des jetzigen, rund sechs Millionen Euro teuren Neubaus mit Tagespflege und Service-Wohnungen – das war laut Ellies die „Einschulung“.

Historische Stadtgeschichte trifft auf Moderne: Im Eingangsbereich der neuen Tagespflege hat sich ein „Sprayer“ mit einem Graffiti verewigt, das eine alte Ansicht des Northeimer Marktplatzes zeigt.

Als man so richtig loslegen wollte sei erst mal die Bürokratie dazwischen gekommen. Und weil die in Deutschland etwas länger benötige, sei zunächst viel Zeit vergangen.

Als irgendwann die Baugenehmigung der Stadt vorlag, konnte es mit der Grundsteinlegung Mitte Juni vorigen Jahres losgehen. Schon Ende Oktober folgte das Richtfest, jetzt, nach gut achtmonatiger Bauzeit, die Eröffnung der Tagespflege im Untergeschoss des Neubaus – die Abiturzeugnis-Übergabe“. „Und das alles trotz Corona“, sagte Ellies mit einem Grinsen. Wenn alles nach Plan laufe, sollen im September die 20 Service-Wohnungen in den Stockwerken darüber bezugsfertig sein. Hier sei die Nachfrage so groß gewesen, dass die Wohnungen schon vermietet waren, bevor die ersten Bagger in der Wallstraße anrollten, so Ellies weiter.

Innen präsentiert sich die neue Tagespflege sehr hell, sehr offen, mit viel Farbe und einer modernen Einrichtung. Herzstück ist die große, offene Küche, in der die Gäste täglich selber kochen sollen – wenn sie denn möchten. Ellies: „Unsere Gäste sollen ihren Tagesablauf ganz nach ihren Wünschen gestalten“.

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