Landrätin schlägt erste Sanierungsarbeiten im 47 Jahre alten Gebäude vor

Der Abriss des Kreishauses in Northeim ist vom Tisch

Northeim – Das Gedankenspiel, das Kreishaus in der Northeimer Innenstadt aufzugeben und an anderer Stelle einen Neubau zu errichten, ist vom Tisch. Das hat Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer auf eine Anfrage der HNA mitgeteilt.

Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für alternative Kreishausstandorte werde derzeit nicht mehr angestrebt, sagte Niemeyer. „Vielmehr müssen im Bestandsgebäude umfangreiche Brandschutz- und Toilettensanierungen vorgenommen werden“. Das erwartete Gesamtvolumen der Sanierungsmaßnahmen beläuft sich auf 4,5 Millionen Euro. Die Maßnahmen seien unerlässlich und duldeten keinen Aufschub.

Außerdem muss der Kreistagssitzungssaal saniert werden. In welcher Form, darüber soll der Bauausschuss des Kreistags in seiner Sitzung heute, Mittwoch, beraten. Die teuerste Variante schlägt mit 1,3 Millionen Euro zu Buche.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel

Im Dezember hatte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) dem Kreisausschuss noch vorgeschlagen, eine 80.000 Euro teure Wirtschaftlichkeitsuntersuchung anzustellen, ob angesichts eines kalkulierten Sanierungsbedarfs von 24,7 Millionen Euro für das Kreishaus und die Gebäude, in denen die Außenstellen (darunter das Straßenverkehrsamt und das Gesundheitsamt) der Kreisverwaltung untergebracht sind, ein Neubau nicht wirtschaftlicher ist.

Nun ist nach Niemeyers Worten vorgesehen, die Sanierung der Toiletten und notwendige Brandschutzmaßnahmen in den kommenden dreieinhalb Jahren umzusetzen. „Eine kürzere Bauzeit ist nicht möglich, da die Arbeiten nur etagenweise erfolgen können.“

Außerdem sei zu erwarten, dass in den kommenden Jahren Arbeitsabläufe in der Kreisverwaltung digitalisiert werden, so Niemeyer. Die Corona-Krise habe dazu Ansatzpunkte geliefert, die weiterverfolgt werden sollen. Das dürfte sich auf die Arbeitsplätze und die Raumsituation auswirken. Es macht daher keinen Sinn, Kostenvergleiche anzustrengen, die die Nutzung des derzeitigen Kreisverwaltungsgebäudes infrage stellten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.