Eigenbetrieb investiert in 2019 viel

Abwasser in der Kreisstadt Northeim wird teurer

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Braucht ein drittes Nachklärbecken: Die Kläranlage in Northeim. Es soll 2019 gebaut werden.

Northeim. Die Haushalte in Northeim werden im kommenden Jahr etwas mehr für die Entsorgung des Abwassers zahlen müssen.

Zwei Cent mehr werden es beim Schmutzwasser und vier Cent beim Regenwasser sein. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung beschlossen. Der Stadtrat muss noch zustimmen.

Damit steigt die Gebühr beim Schmutzwasser von 3,34 auf 3,36 Euro je Kubikmeter verbrauchten Frischwassers. Für die Regenwasserentsorgung müssen ab Januar 31 Cent je Quadratmeter Dachfläche/versiegelter Fläche bezahlt werden. Bislang sind es 27 Cent.

Grund für die Preissteigerung seien die stark gestiegenen Preise für die Klärschlamm-Entsorgung, betonte ein Sprecher des Eigenbetriebs. Ansonsten ergeben sich die neuen Preise aus der Gebührenkalkulation, dabei seien Verluste aus Vorjahren auszugleichen.

Dabei habe man schon Geld aus Rücklagen in den Verlustausgleich gesteckt. Ohne den Griff in die Rücklagen hätte die Schmutzwassergebühr um 15 Cent steigen müssen, so der Eigenbetriebs-Sprecher.

Ebenfalls abgesegnet hat der Betriebssausschuss den neuen Haushalt des Eigenbetriebes für 2019. Er schließt mit einem Plus von 441 000 Euro und weist Einnahmen von 6,47 Millionen Euro auf. Dem stehen Ausgaben in Höhe von 6,03 Millionen Euro gegenüber.

Wichtigste Investitionen

Wichtigste Posten sind die Investitionen. So steckt der Eigenbetrieb im kommenden Jahr rund 3,8 Millionen Euro in die Erneuerung von Kanälen, ins städtische Klärwerk und in den Neukauf von Ausrüstung und Fahrzeugen.

Hier ein Überblick über die größten Posten im Investitionsplan für 2019:

• Fortführung der Erneuerung Schmutz- und Regenwasserkanäle in Bühle: 685 000 Euro.

• Fortführung der Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanäle in Schnedinghausen (Bereich Lütjes Feld): 540 000 Euro.

• Erneuerung Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle Richard-Wagner-Straße/Paul-Linke-Straße in Northeim: 555 000 Euro,

• Bau eines dritten Nachklärbeckens in der Kläranlage Northeim: noch einmal 300 000 Euro. 2,6 Millionen waren bereits in Vorjahren eingestellt worden. Insgesamt kostet der Bau 2,9 Millionen Euro. Baustart ist März 2019.

• Kauf eines Hochdruck-Spülfahrzeugs als Ersatz eines 16 Jahre alten Wagens: 385 000 Euro. Bereits im Vorjahr war Geld eingestellt worden, insgesamt kostet das Fahrzeug 535 000 Euro.

• Erneuerung der Pumpstation in Hohnstedt: 240 000 Euro.

• Erneuerung der Pumpstation in Stöckheim: 200 000 Euro.

• Erneuerung der Transportschnecken und Nebenanlagen im Klärwerk: 145 000 Euro.

• Erneuerung des unterirdischen Stauraumkanals im Zuge der Mischwasserentwässerung in der Mühlenstraße: 100 000 Euro.

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