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Akrobatik mit Wasser in Szene gesetzt

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Proben für die Rollschuh-Akrobatik in Szene gesetzt mit farbigen Fontänen der neuen Wassermanege im Zirkus Charles Knie. Gesteuert wird das Wasser-, Musik- und Lichtspektakel vom Mischpult aus.
Proben für die Rollschuh-Akrobatik in Szene gesetzt mit farbigen Fontänen der neuen Wassermanege im Zirkus Charles Knie. Gesteuert wird das Wasser-, Musik- und Lichtspektakel vom Mischpult aus. © Rosemarie Gerhardy

Der Zirkus Charles Knie hat bereits auf dem Northeimer Mühlenanger seine Zelte aufgeschlagen. Am Freitag, 3. Juni, startet hier die neue Tournee, die bis zum 13. November dauert und in 20 Städte, vornehmlich in Süddeutschland, führt.

Northeim – „Wir sind alle aufgeregt, dass wir nach zwei Jahren Pause wieder auf Tour gehen können“, freut sich Direktor Sascha Melnjak und betont, dass die neue Show etwas ganz Besonderes sei. Herzstück ist die Wassermanege, die mit zwölf Metern Durchmesser das Zirkusrund füllt. Sie sorgt bei rund einem Drittel der Darbietungen für besondere Effekte. Da sprudeln farbige Fontänen und Wasserbögen, mal in klein und plätschernd, dann wieder kräftig und bis an die Zirkuskuppel reichend.

„Wir sind der erste Zirkus in Europa, der diese Art der Manege auf Tour zeigt“, so Melnjak. Der fasziniert und begeistert die technischen Fakten erklärt: 100 000 Liter Wasser kommen bei der Manege zum Einsatz. Das Wasser wird während der Tour in eigenen Tanklastern transportiert, also immer wieder verwendet. Drei Sattelauflieger transportieren zudem die Manege, die rund 80 Zentimeter hoch ist. Der Boden ist wie bei einem Schwimmbad gestaltet. Er trocknet sofort wieder ab, so dass keine Gefahr besteht, dass es für die Artisten rutschig werden könnte. Die Manege ist auf drei Ebenen hydraulisch ausfahrbar. Insgesamt zwei Kilometer Stromkabel werden für die Bühne verlegt, da jede der 300 Pumpen einzeln angesteuert werden muss. Ergänzt wird das Konzept von 500 Lampen, die das Wasser farblich der Stimmung der Musik und der Vorführung anpassen. Gesteuert wird alles von einem großen Mischpult aus. Zudem befindet sich gleich hinter der Manege ein mannshoher Stromkasten, der die Technik versorgt.

Neu beim Zirkus Charles Knie ist auch die Tribüne. Sie verfügt jetzt über 1200 Sitzplätze und wurde eigens für den Zirkus, der seinen Stammsitz in Volksen bei Einbeck hat, gebaut. In Northeim können die Zuschauer erstmals darauf Platz nehmen.

In Northeim gibt der Zirkus vom 3. bis 6. Juni täglich zwei Vorführungen. Anschließend führt ihn der Weg nach Hameln. Nur zwei Tage Zeit bleibt dabei für den Ab- und Aufbau. Das sei immer ein großer logistischer Kraftakt, so der Zirkusdirektor.

Die Wassermanege ist nicht für Pferde, Rinder und Co geeignet, deshalb bleiben sie diese Saison im Circus-Land in Volksen, das weiterhin bis zum 28. August geöffnet hat.

„Trotz vieler Neuerungen sind wir dem Familienzirkus aber treu geblieben“, so Melnjak. Hunde, Papageien, aber auch Comedy und Jonglage ergänzen das vielseitige Akrobatik-Programm. Mit auf Tour gehen zahlreiche preisgekrönte Artisten. Mit über 40 Akteuren ist es die größte Truppe, die jemals mit dem Zirkus Charles Knie auf Tour war, heißt es in der Ankündigung. „Ein Highlight ist sicherlich die Truppe Robles, die eine Menschenpyramide auf dem Hochseil bildet“, verspricht Melnjak, Seit Tagen wird die Show von allen in Northeim im großen Zirkuszelt geprobt, damit zur Premiere am Freitag um 16 Uhr und dann um 19.30 Uhr alles perfekt sitzt. Weitere Vorstellungen sind Samstag ebenfalls um 16 und um 19.30 Uhr sowie Sonntag und Montag (Pfingsten) um 11 und 15 Uhr. (Rosemarie Gerhardy)

zirkus-charles-knie.de

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