Alle wollen Tannenbäume

Corona kurbelt Weihnachtsbaumverkauf in Northeim an

Zwei Männer mit Mund- und Nasenschutz mit Tannenbäumen
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Tannenbäume an der Apostelkirche: CVJM-Vorsitzender Rolf Hartje (links) und Lars Meier von den Harz-Weser-Werken, dei den Verkauf in diesem Jahr unterstützen, freuen sich über die große Nachfrage.

Die Nachfrage nach Tannenbäumen ist hoch.

Northeim – Weil Urlaubsreisen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht möglich sind und viel mehr Menschen als üblich das Weihnachtsfest zu Hause feiern, gibt es in diesem Jahr eine besonders große Nachfrage nach Tannenbäumen.

Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger rechnet damit, dass der geminderte Absatz aufgrund der Absage von Weihnachtsmärkten in der Vorweihnachtszeit durch den privaten Konsum ausgeglichen werden kann und trotzdem wieder zwischen 20 und 22 Millionen Weihnachtsbäume verkauft werden.

„Bei uns waren schon eine Woche früher als üblich alle Tannenbäume weg“, bestätigt Rainer Gehrmann, Marktleiter bei „Wiglo Wunderland“ in Northeim die gestiegene Nachfrage. Er berichtet, dass am Freitag bereits die letzten Bäume verkauft wurden. Auch Peter Jannick, Leiter des Gartencenters im Northeimer Obi-Markt, kann den aktuellen Weihnachtsbaum-Boom bestätigen.

Aus Sicht von Rolf Hartje, Vorsitzender des CVJM Northeim, sei diese Entwicklung absehbar gewesen. Als er die Bestellung für den alljährlichen Weihnachtsbaumverkauf an der Apostelkirche aufgegeben habe, hätten ihm die Lieferanten geraten, mehr Bäume als üblich zu bestellen. „Das Risiko war mir aber zu hoch, denn unsere 700 Bäume kosten im Einkauf rund 14 000 Euro, und das man muss man erst mal wieder reinbekommen.“ Als sich die Corona-Lage wieder verschärft habe, sei er froh gewesen, nicht mehr bestellt zu haben, denn der Basar sei abgesagt worden, und der Verkauf von Glühwein und Bratwurst sei ja in diesem Jahr nicht möglich, so Hartje. „Dass man uns hier am ersten Tag gleich die Bude eingerannt hat, hat uns dann aber doch überrascht – aber natürlich auch sehr gefreut.“

Selbstverständlich seien beim Verkauf besondere Regeln einzuhalten, betont Hartje.

Und die Erfahrungen der ersten Verkaufstage hätten gezeigt, dass sich die Menschen angesichts der aktuellen Corona-Lage sehr diszipliniert verhalten und sich an das vom Gesundheitsamt genehmigte Hygienekonzept halten.

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