Auch in Fachwerk-Dorfkernen darf nicht geknallt werden

In der Altstadt herrscht striktes Böllerverbot

Silvesterfeuerwerk über Northeim: Nicht von überall aus darf das neue Jahr mit Raketen und Knallern begrüßt werden. Das Bild zeigt einen Blick vom Wieter über die Stadt in Richtung Sultmer. Archivfoto:  Rasche/nh

Northeim. Vorsicht beim Zünden von Feuerwerk: In Altstädten und Fachwerk-Dorfkernen sind Böller und Raketen strikt verboten. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro.

Insbesondere die Stadt Northeim nimmt den Landeserlass aus dem Jahre 2009, der das Zünden von Knallkörpern und Raketen in der Nähe von Fachwerkbauten verbietet, sehr ernst und hat für ihre historische Altstadt wieder ein Sperrgebiet für Feuerwerkskörper der Klasse II ausgewiesen. In der Zone wird es laut Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser verstärkte Kontrollen durch Polizei und Stadtbedienstete geben, auch in der Silvesternacht.

Der Böller- und Raketen-Sperrbezirk wird von den Straßen des Innenstadtrings begrenzt. Den bilden die Straßenzüge Wilhelmstraße / Friedrichstraße, Göttinger Straße / Breiter Weg und Friedrich-Ebert-Wall / In der Fluth.

Über das Verbot wird durch Plakatanschläge an den Northeimer Verkaufsstellen sowie an vielen exponierten Stellen in der Innenstadt informiert.

Auch die Stadt Hardegsen hat laut Bürgermeister Michael Kaiser wieder die gesamte Altstadt und den Altdorfbereich von Hevensen rund um die Kirche mit besonders vielen denkmalgeschützten Fachwerkhäusern als Böller-Sperrzone explizit ausgewiesen.

Wie gesagt: Nötig wäre die Extra-Ausweisung einer solchen Sperrzone nicht, doch Northeim will nach Angaben der Stadtverwaltung bewusst ein Zeichen setzten, um Brände in der Altstadt zu verhindern. Ein Unglücksjahr wie 2009 mit gleich zwei Großbränden in der historischen Altstadt soll sich nicht wiederholen.

Die Landesverordnung besagt, dass das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altenheimen und eben auch Fachwerkgebäuden untersagt ist. Bei handgeworfenen Knallern wird ein Abstand von 25 Metern als Minimum angesehen, bei Raketen ist eine Entfernung zu besonders brandempfindlichen Gebäuden von 200 Metern einzuhalten. (goe)

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