Firma plant Erweiterung

Amara Trucks will in Sudheim wachsen

Die gelbe Markierung zeigt die Fläche, die nach dem Wunsch eines Investors zu einer Gewerbefläche werden soll.
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Die gelbe Markierung zeigt die Fläche in Sudheim an der B 3, die nach dem Wunsch eines Investors zu einer Gewerbefläche werden soll.

Gewerblich entwickeln möchte die in Angerstein ansässige Firma Amara Trucks Flächen, die an der Bundesstraße 3 westlich der Ortschaft Sudheim liegen.

Sudheim - Das Areal würde das bestehende Gewerbegebiet Schuhstraße abrunden, wo von 1946 bis Anfang der 1970er-Jahre Schuhe produziert wurden.

Die Angersteiner, die bereits einen Teil des Sudheimer Areals nutzen, wollen zusätzliche Ausstellungsflächen für Nutzfahrzeuge schaffen, führte der von Amara Trucks beauftragte Stadtplaner Dirk Puche im Ortsrat Sudheim aus. Auf anderen Teilen des insgesamt 3,4 Hektar großen Gebiets ließen sich „weitere gewerbliche Nutzungen“ verwirklichen, so Puche.

Ein Teil der Fläche ist bereits Gewerbegebiet. Ein anderer wird landwirtschaftlich genutzt. Schließlich gibt es ein Mischgebiet mit Betrieben, die Wohnen nicht stören, und Wohnhäusern. Eines davon ist die sogenannte Mälich-Villa des einstigen Schuhfabrikanten.

Heute leben drei Familien auf dem Areal, hieß es während der Ortsratssitzung. Deren Interessen müssten in jedem Fall geschützt werden, stellte Ortsbürgermeister Holger Lambrecht (SPD) klar. Die Kommunalpolitiker wunderten sich, dass keiner der Anwohner zur Ortsratssitzung erschienen war.

Der Ortsrat forderte zudem eine Einigung zwischen Amara Trucks und dem Fitnessstudio Gym80 SportsUp ein. Die Zufahrt zu den Parkplätzen im rückwärtigen Bereich des Fitnessstudiogeländes liegt nach Wissen der Politiker im Planungsgebiet.

Die Alteigentümer haben offenbar beim Verkauf der Fläche an Amara Trucks versäumt, das Wegerecht zu regeln. Die Gym80-Betreiber, die Pächter, nicht Eigentümer ihrer Immobilie seien, dürften auf keinen Fall „ihre Existenzgrundlage verlieren“, betonte Lambrecht.

Erschlossen wird das geplante Areal über die bestehende Schuhstraße. Sie soll auf Kosten von Amara Trucks einen Wendehammer erhalten. Von der Schuhstraße aus erschließt eine Privatstraße den rückwärtigen Bereich, wo unter anderen ein kunststoffverarbeitender Betrieb und ein Schuhhandel ansässig sind.

Amara Trucks will sämtliche Kosten für die Planung, notwendige Gutachten, das Verfahren sowie Bau und Erschließung tragen. Das soll ein städtebaulicher Vertrag mit der Stadt Northeim regeln. Die Änderung des Flächennutzungsplans wird mindestens ein Jahr dauern, kündigte Planer Puche an. (Michael Caspar)

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