Amazon muss weiter warten

Beschluss für Industriegebiet West in Northeim frühestens im Dezember

Luftaufnahme von den Feldern bei Northeim. Dort soll das neue Industriegebiet entstehen.
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Hier soll das Industriegebiet West entstehen.

Für die Aufstellung des Bebauungsplanes zum Northeimer Industriegebiet West gibt es einen neuen Zeitplan.

Northeim – Kann die Firma Amazon wie vorgesehen im geplanten Industriegebiet West ein Verteilzentrum bauen? Diese Frage wird der Rat der Stadt Northeim erst Ende dieses Jahres beantworten, nachdem der erste Entwurf für einen Bebauungsplan im Dezember des vergangenen Jahres vom Rat abgelehnt wurde (wir berichteten).

Wie Bürgermeister Simon Hartmann auf HNA-Anfrage mitteilte, ist jetzt vorgesehen, den Bebauungsplan dem Rat für die Sitzung am 16. Dezember erneut zum Beschluss vorzulegen.

Im überarbeiteten Entwurf, der vorab am 14. September im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt beraten werden soll, geht man laut Hartmann weiter davon aus, dass die Firma Thimm im neuen Industriegebiet ein Hochregallager errichten will. Neu ist, dass der Bereich, in dem möglicherweise eine Brücke als Verbindung zum bestehenden Betrieb über die Bahnlinie hinweg gebaut werden soll, aus dem Geltungsbereich des B-Plans herausgenommen werden soll. Die Fläche soll aber als „Fläche für Schienenverkehr“ gekennzeichnet werden, um die Option für den Bau der Brücke offenzuhalten.

Ein Knackpunkt bei der bisherigen Diskussion war die über Teile des geplanten neuen Industriegebietes verlaufende Hochspannungsleitung. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, diese unter die Erde zu verlegen, was aber aufgrund der Kosten von der Gruppe CDU/Grüne, der FDP und der FuL abgelehnt wurde. Im überarbeiteten Bebauungsplan ist jetzt vorgesehen, dass diese Leitung bestehen bleibt – mit der Folge, dass der Verlauf der Erschließungsstraße neu geplant werden musste.

Laut Hartmann soll die Erfassung der Feldlerchenbestände auf der Fläche des geplanten Industriegebietes im Juni abgeschlossen sein, sodass der Bedarf an Ausgleichs- und Kompensationsflächen bis spätestens Juli ermittelt werden kann. Anschließend soll mit der Klosterkammer Hannover, der Klosterforstenmanagement GmbH und einem örtlichen Landwirt verhandelt werden, um festzulegen, wer die Ausgleichsflächen anlegt und dafür die Pflege übernimmt.

Die Planungen für das neue Industriegebiet West wird die Northeimer Planungsbüro Puche für die Stadt Northeim übernehmen. Laut Bürgermeister Simon Hartmann sah sich das bisher mit dieser Aufgabe betraute Planungsbüro außerstande, eine Garantie dafür zu geben, dass der Northeimer Rat noch in diesem Jahr einen Satzungsbeschluss verabschieden kann. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans ist vom 30. September bis 15. Oktober geplant.

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