Online-Versandhändler plant Bau eines Verteilzentrums

Amazon will von Northeim aus Pakete ausliefern

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Das Industriegebiet West: Auf der rund 22 Hektar großen, die unter anderem das  EAM-Gelände umschließt,  sollen Unternehmen angesiedelt werden, darunter Amazon und Thimm.

Northeim – Amazon prüft die Möglichkeit, in Northeim ein Verteilzentrum zu eröffnen. Mit diesen Worten hat Unternehmenssprecherin Nadiya Lubnina der HNA die Ansiedlungspläne bestätigt.

Am Wochenende hatte Bürgermeister Simon Hartmann mitgeteilt, dass der Online-Händler plant, sich im neuen Industrie-West anzusiedeln. Zuvor hatte bereits der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Irnfried Rabe, diese Neuigkeit im Kreistag verkündet.

Details wie Größe der geplanten Anlage und Zahl der entstehenden Arbeitsplätze durch die Ansiedlung verriet die Sprecherin am Montag nicht. Zunächst solle der Verwaltungsausschuss des Stadtrats über das Vorhaben unterrichtet werden. Lediglich ein paar grundsätzliche Informationen gab die Sprecherin noch preis: In Verteilzentren werden nach ihren Worten die Pakete für die Auslieferung an die Kunden sortiert. Die Anlieferung der Pakete aus den Logistik- zu den Verteilzentren erfolge vor allem nachts.

Welcher Umkreis von Northeim aus beliefert soll und wie viele Beschäftigte im Verteilzentrum arbeiten sollen, sagte die Sprecherin nicht.

Der nächstgelegene Standort eines Amazon-Logistikzentrums ist in Bad Hersfeld. In der 120 Kilometer entfernten hessischen Festspielstadt unterhält der Online-Versandhändler gleich zwei davon. Insgesamt hat Amazon in Deutschland an elf Standorten 13 Logistikzentren. Zwei weitere in Oelde/Westfalen und Sülzetal bei Magdeburg sollen noch in diesem Jahr eröffnen.

Mit der Sortierung der Pakete in den Verteilzentren werden, so Lubnina, gleichzeitig die Routen für die Auslieferungsfahrten berechnet. Die Auslieferung selbst überlässt der Online-Riese lokalen Lieferpartnern. Lager gibt es in den Verteilzentren nach ihren Worten nicht.

Das Industriegebiet-West, das zwischen der alten Nord-Süd-Bahnstrecke und der Westumgehung entstehen soll, ist 22 Hektar groß geplant. Die Erschließung soll in diesem Jahr stattfinden. 8,7 Millionen Euro sind dafür im städtischen Haushalt eingeplant, von denen allerdings 60 Prozent vom Land Niedersachsen kommt, das das Projekt fördert.

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