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Analyse der Schäden am Northeimer Hallenbad dauert noch bis zum Sommer

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Von: Niko Mönkemeyer

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Blick auf den Eingangsbereich des Northeimer Hallenbades
Das Northeimer Hallenbad ist in die Jahre gekommen. Ob sich eine Sanierung des bereits in den 1970-er Jahren in Betrieb genommenen Gebäudes lohnt, ist derzeit noch unklar. © Niko Mönkemeyer

Noch steht nicht fest, ob das 50 Jahre alte Northeimer Hallenbad noch einmal saniert werden kann.

Northeim – Erst im Sommer des kommenden Jahres wird endgültig feststehen, ob das Northeimer Hallenbad noch einmal saniert werden kann. Das teilte Frank Berlin, Geschäftsführer der Northeimer Sport- und Freizeit GmbH (NomSF), auf HNA-Anfrage mit.

Gerüchte, wonach bereits jetzt schon klar sei, dass aufgrund der an dem mehr als 50 Jahre alten Gebäude festgestellten Betonschäden (wir berichteten) eine Schließung möglicherweise schon im nächsten oder übernächsten Jahr notwendig wäre, wies Berlin zurück. Die Möglichkeit, dass das Bad saniert und noch 10 bis 15 Jahre weiterbetrieben werden könne, bestehe nach wie vor, betonte er.

Frank Berlin Geschäftsführer NomSF
Frank Berlin, Geschäftsführer NomSF © Stadtwerke Northeim

„Bei der Untersuchung des Betons, der sogenannten AKR-Analyse, handelt es sich um ein aufwendiges Verfahren, das 6 bis 9 Monate dauert“, erklärt Berlin. Erst wenn dazu das endgültige Ergebnis vorliege, könne man beurteilen, ob eine Sanierung noch sinnvoll sei oder man über einen Neubau nachdenken müsse. Auf größere Investitionen werde man bis dahin aber erst einmal verzichten.

Nach den Worten Berlins haben die Gutachter im Rahmen eines sogenannten Monitorings, bei dem unter den Schwimmbecken mit hochsensiblen Geräten ständig Messungen vorgenommen werden, keine Zunahme der Schäden registriert. „Seit Februar dieses Jahres hat sich der Beton dort keinen Millimeter bewegt“, betont Berlin. Insofern könne das Bad gefahrlos weiterbetrieben werden.

Nachdem Endes des Jahres bei routinemäßigen Kontrollen unter dem Lehrschwimmbecken Mängel an Stahlbetonbauteilen entdeckt worden waren, wurde als Vorsichtsmaßnahme der Nichtschwimmerbereich einschließlich des Wasserspielgartens vorübergehend für Besucher gesperrt. Nach einer ersten Überprüfung konnten die zurate gezogenen Experten aber Entwarnung geben, sodass der Bereich wieder freigegeben werden konnte. Derzeit läuft das Northeimer Hallenbad in Normalbetrieb. Lediglich der Saunabereich ist geschlossen. Grund dafür ist aber das Einsparen von Energie. (Niko Mönkemeyer)

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