Neues Zuhause für die Aale

Angelsportverein entlässt 32.000 Aale in Kiesseen

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Die Glasaale werden ausgesetzt: Mohamed Haddad und vier weitere Mitglieder des Angelsportvereins Northeim entlassen die Tiere in ihr neues Zuhause. Fotos: hubert jelinek

Der Angelsportverein Northeim hat auch in diesem Jahr wieder 9,6 Kilo Glasaale ausgesetzt. Mit fünf Mitgliedern wurden die rund 32 000 Aale in den Northeimer Kiesseen, der auch in die Leine abfließt, entlassen.

„Die Aale werden Glasaale genannt, weil sie durchsichtig sind und mit der Zeit erst an Farbe gewinnen“, erklärt Matthias Jaep, Vorsitzender des Vereins.

32 000 junge Aale werden an mehreren Stellen rund um den Northeimer Kiessee ausgesetzt.

Aale seien Aasfresser und daher wichtig für das Ökosystem. Sie befreien den Grund von toten Fischen und Krebsen und halten somit das Gewässer sauber.

Die jährliche Aktion findet statt, um den Bestand der Aale zu stärken, da sie seit über zehn Jahren auf der Liste der gefährdeten Arten stehen. Gefördert wird das Projekt von der EU und dem Land Niedersachsen. Wenn die Aale ein bestimmtes Alter erreicht haben, werden sie zu Blankaalen. 

Aale laichen im Atlantik

Es sind flussabwärts wandernde Wanderfische, die ihr Erwachsenenleben in Süßgewässern verbringen und zum Laichen ins Meer wandern. Dabei legen einige Arten Tausende von Kilometern zurück. „Nach dem Verlassen der Süßgewässer fressen sie nicht mehr und sterben nach dem Laichen“, so Jaep.

Der Aal nutze als Brutort die Sargassosee südlich der Bermudainseln im Atlantik.

„Bis die Larven wieder zurück nach Deutschland kommen dauert es rund zwei Jahre, sie siedeln sich dann im Rhein und anderen Flüssen an.“

Aus diesem Grund sei es auch so wichtig, die Fische im Frühjahr zu entlassen, da die Larven zu diesem Zeitpunkt in Deutschland ankommen.

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