Hund konnte durch Notoperation gerettet werden

Anschlag auf Hütehund mit Messerklingen

Das ist der Briad nach dem Eingriff: Sein Leben wurde nur dank einer Notoperation gerettet. Foto:  nh

Elvese. Unbekannter hat Würstchen-Köder mit Messerklingen gespickt. Das Leben des Vierbeiners wurde durch eine Notoperation gerettet.

In Elvese ist ganz offensichtlich der Versuch unternommen worden, einen Hund mit präparierten Ködern ins Jenseits zu befördern. Betroffen ist der Vierbeiner von Susanne Heine, der durch eine Notoperation gerade noch gerettet werden konnte.

Susanne Heine ist erst vor wenigen Tagen in die Berliner Straße 7 in Elvese gezogen, lebt dort in einer Patchwork-Familie, wie sie es bezeichnet. Zu der gehört auch der große Hütehund der Rasse Briad.

Das ein Jahr alte Tier fühlte sich laut Heine sehr wohl in der neuen Umgebung, tollte gern unter den Schatten spendenden Bäumen herum. Doch schon zwei Tage nach dem Einzug geschah das Drama. Als die Kinder mittags von der Schule kamen, ließen sie den Hund kurz in den Garten, wollten anschließend mit ihm spazieren gehen.

Das sind die Hundeköder: In den Würstchen steckten Klingen von Teppichmessern.

Doch dazu kam es nicht. Als der Briad wieder im Wohnzimmer war, spuckte er ein Miniwürstchen aus. „Daneben lag die Klinge eines Cuttermessers“, berichtet Susanne Heine.

Geistesgegenwärtig hätten die Jungs reagiert und seien mit dem Hund sofort in die Tierklinik Göttingen gefahren. Dort sei im Magen des Hundes beim Röntgen ein Messer entdeckt worden. Die Ärztin habe sofort eine Notoperation eingeleitet und dem Hund dadurch das Leben gerettet. „Ansonsten wäre er an inneren Blutungen gestorben“, erläutert Heine, die für die tierärztliche Behandlung 1000 Euro bezahlt hat.

Die Familie hat sich nach ihrer Rückkehr aus der Klinik daheim im Garten genauer umgeschaut und noch weitere präparierte Würstchen gefunden. „Die waren bis zur Mitte eingeritzt und dann mit den Klingen der Teppichmesser bestückt worden“, beschreibt Heine diese tödlichen Köder.

Die Familie hätte daraufhin sämtliche Hundebesitzer in der Nachbarschaft alarmiert und erstatteten Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei in Nörten-Hardenberg. „Wer so etwas macht und sich an hilflosen Hunden vergreift, gehört eingesperrt!“, lautet der Kommentar von Susanne Heine.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und festgestellt, dass es in der näheren Umgebung des Tatorts an der Berliner Straße keine weiteren Funde derartiger Köder gegeben hat. Demnach hat es sich um einen gezielten Angriff auf den großen Hütehund gehandelt, teilte Polizeisprecher Uwe Falkenhain mit.

Die Untersuchungen laufen indes weiter. Die gefundenen und mit den Klingen bestückten Köder wurden sichergestellt und werden als Beweisstücke intensiv auf mögliche Spuren untersucht, die auf den Täter deuten könnten.

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