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Appell der Beiräte: Rat Northeim soll endlich Ja zum Münsterplatz sagen

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Von: Axel Gödecke

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Die Münsterplatzgestaltung, so wie sie die Planer vorgelegt haben (Bild), finden die Beiräte gut. Der Rat solle nun grünes Licht dafür geben. Grafik: TGP
Die Münsterplatzgestaltung, so wie sie die Planer vorgelegt haben (Bild), finden die Beiräte gut. Der Rat solle nun grünes Licht dafür geben. © Planungsbüro TGP

Einen flammenden Appell, nun doch endlich grünes Licht für die Umgestaltung des Münsterplatzes zu geben, hat jetzt der Northeimer Sanierungsbeirat an den Northeimer Stadtrat gerichtet.

Northeim - Die ehrenamtlichen Mitglieder des Sanierungsbeirates haben sich in einer Sitzung erneut einstimmig für die umgehende Umsetzung der Münsterplatzumgestaltung ausgesprochen, berichtet Beiratssprecherin Doris Ohlmer.

Dies hätten zuvor auch schon der Beirat für Menschen mit Behinderungen Northeim, der Jugendbeirat sowie Teile des Migrations- und des Seniorenrates getan, heißt es in einem gemeinsamen offenen Brief an den Stadtrat, der in seiner Sitzung am 22. Dezember (17 Uhr Stadthalle) entscheiden will.

Auch die Standortgemeinschaft habe sich mehrheitlich für das Projekt ausgesprochen. Damit habe die Umgestaltung des Platzes nach den Plänen des Büros, das den Architektenwettbewerb gewonnen habe, ein starkes Votum aus der Mitte der Northeimer Bürger, heißt es in dem Schreiben weiter.

Der Entwurf der Landschaftsarchitekten TGP biete einen lebendigen städtischen Platz mit abwechslungsreichen Sichtachsen. Kinderspielplätze würden harmonisch in die Gestaltung integriert. Der Platz lade durch seine geschwungenen Bänke und die blühenden Pflanzinseln zum Verweilen und Beobachten ein. Die Gestaltung sei zudem hochwertig, barrierefrei und auf lange Nutzungsdauer angelegt, betonen Ohlmer für den Sanierungsbeirat, Kristian-Georg Diederichs für die Standortgemeinschaft, Ida Marie Appel für den Jugendbeirat, Zdravko Dusanek für den Migrationsrat und Monika Nölting für den Beirat für Menschen mit Behinderung.

Die unterirdische Regenwasserspeicherung reduziere den Pflegeaufwand für die Pflanzinseln und entspreche Anforderungen an eine moderne, klimagerechte Stadt. „Mit dieser Planung sind wir als Stadt was Klimaschutz und Attraktivität angeht ganz vorne dabei“, so das Fazit der Unterzeichner.

Der Sanierungsbeirat und die anderen Gremien warnen, dass bei einer Nicht-Beschlussfassung „eine einmalige Chance zur Belebung der Innenstadt vergeben werde und damit ein nicht wiedergutzumachender Schaden, nicht nur in finanzieller Hinsicht, weit über die Stadtgrenzen hinaus entstehen würde“.

Aber auch in finanzieller Hinsicht wäre der Schaden groß, da die Arbeiten zur Kanalsanierung in jedem Fall stattfinden müssten und viel Geld für die Wiederherstellung der Platz- und Straßenoberfläche ausgegeben werden müsse, heißt es weiter.

Es sei zudem schon viel Fördergeld für die Städtebauförderung vom Land generiert worden, die verloren gingen. Auch viel Arbeitszeit sei investiert worden, nicht nur vom Planungsbüro, sondern auch von der Verwaltung, vom Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung, von den Stadtwerken und ehrenamtlich von vielen Bürgern.

„Wir müssen nun als Stadt die Chance ergreifen. Eine zweite wird sich so schnell nicht mehr auftun“, schreiben die Appellunterzeichner.

Es stehe zu befürchten, dass ansonsten der „wirklich unerfreuliche Status quo“ für die nächsten Jahrzehnte erhalten bleibe, mit einer maroden und schlecht zu begehenden Pflasterung auf der Straße Am Münster und um den Rasenplatz herum.

Der Northeimer Münsterplatz in der jetzigen Form biete außerhalb von Veranstaltungen keine Aufenthaltsqualität und werde von den Bürgern so gut wie nicht genutzt. Für viele Veranstaltungen müsse der Platz mit Platten abgedeckt werden, so die Unterzeichner.  (Axel Gödecke)

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