4369 Erwerbslose sind registriert

Arbeitslosigkeit im Landkreis Northeim steigt weiter an

Arbeitsagentur Northeim Arbeitsmarkt
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Arbeitsagentur in Northeim am Scharnhorstplatz.

Northeim – Die Coronakrise drückt weiter auf den Arbeitsmarkt im Landkreis Northeim. Wie die Arbeitsagentur Göttingen mitteilte, stieg die Arbeitslosenquote im Landkreis im Vergleich zum Mai um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.

Im Juni des Vorjahres betrug sie 5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sind damit mit insgesamt 4369 Menschen 71 mehr arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juni 2019 sind es laut Arbeitsagentur 839 Arbeitslose mehr. Im Juni des Vorjahres betrug sie 5 Prozent.

Im Agenturbezirk Göttingen, zu dem auch Stadt und Landkreis Göttingen gehören, zählte die Arbeitsagentur 3062 Arbeitslose mehr als im Mai. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,4 Prozent (Mai: 6,3 Prozent, Mai 2019: 5,2 Prozent)). Dabei betont, Klaus-Dieter Gläser, Leiter der Göttinger Agentur für Arbeit, dass nicht jeder Arbeitslose infolge von Corona seine Stelle verloren habe.

Es sei nicht so, dass im Vergleich zum Vorjahr von April bis Juni 3000 Menschen in der Region als unmittelbare Folge von Corona arbeitslos geworden wären, erklärte Gläser. So hätten in diesem Zeitraum nur 641 Personen mehr ihren Arbeitsplatz verloren als im Vorjahr. Gleichzeitig, so betonte Gläser, hätten aber 754 Arbeitssuchende weniger eine neue Stelle gefunden. Deutlich gesunken sei auch die Zahl der Arbeitslosen, die durch die Teilnahme an einer Fortbildung, zeitweise nicht mehr als arbeitslos geführt werden. 1364 Menschen weniger konnten eine solche Fördermaßnahme antreten.

Im Juni reichten nach vorläufigen Daten der Arbeitsagentur im Bezirk Göttingen 103 Betriebe Anzeigen auf Kurzarbeit ein. Darin wurden 2208 Arbeitnehmer gemeldet. Seit Ausbruch der Corona-Krise gingen im Agenturbezirk somit insgesamt 4705 Anzeigen auf Kurzarbeit ein, in denen 56 175 Personen aufgeführt wurden.

Die Zahl der Unterbeschäftigten im Agenturbezirk Göttingen ist im Vergleich zu Mai um 2100 Personen im Vergleich zum Mai auf insgesamt 19 596 gestiegen. Bei den Unterbeschäftigten werden zu den Arbeitslosen auch noch die Personen gezählt, die an Fördermaßnahmen der Agentur teilnehmen.

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