Northeimer Kreistag für den Weiterverkauf von Anteilen

Einstimmiges Votum: EAM auch für Gemeinden

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Stromversorger: Auch Städte und Gemeinden sollen sich an der EAM beteiligen können. Foto: dpa

Northeim. Der Northeimer Kreistag hat mit einem einstimmigen Votum den Weg frei gemacht für eine Beteiligung von Kommunen an dem Versorger und Netzbetreiber „EAM - Energie aus der Mitte“, vormals Eon-Mitte.

Dies tat er allerdings nicht ganz ohne Bauchschmerzen. So formulierte es zum Beispiel der Vorsitzende des Finanz- und Personalausschusses, Timo Dröge (CDU), weil der Kreis das Risiko des über Kredite finanzierten Rückkaufs der EAM an die Kommunen abwälze. „Der Rückkauf ist eine Wette auf die Zukunft“, sagte er. Außerdem kritisierte er, dass womöglich nur Landrat Michael Wickmann (SPD) in den Aufsichtsgremien sitzt.

Christina Münder (SPD) begrüßte, dass das Risiko breiter gestreut wird. „Die Kommunen sind Manns genug, um selbst über eine Beteiligung zu entscheiden.“ Die Frage der Vertretung in den Aufsichtsgremien sei nicht entscheidend: „Entscheidend ist, dass wir informiert werden.“

Wie berichtet, hatten zwölf Landkreise aus Hessen und Südniedersachsen sowie die Stadt Göttingen die EAM für 620 Millionen Euro zurückgekauft. Finanziert werden soll der Kauf durch die zu erwartenden Rendite des Unternehmens von jährlich etwa 5,5 bis 6,5 Prozent.

Maximal 49,99 Prozent

Im nächsten Schritt nun wollen die Kreise und die Stadt Göttingen bis zu 49,99 Prozent ihrer Anteile an Kommunen verkaufen. Interesse an einer Beteiligung haben insgesamt 126 Kommunen aus dem Versorgungsgebiet angemeldet. (zhp)

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