Corona-Testpflicht an Schulen gilt seit Montag

Aufwand für Tests an Schulen im Landkreis Northeim ist riesig

Palette mit Testkits und Menschen mit Masken und Handschuhen beim Umpacken
+
Die KGS Moringen hat Corona-Testkits nur in 25er-Packungen bekommen. Für die Verteilung an die Schüler müssen die umständlich und zeitaufwendig umgepackt werden.

Die Testpflicht für Schüler ist eine zusätzliche logistische Herausforderung für die Schulen.

Northeim/Moringen – Die Corona-Testpflicht für Schüler ist in den Schulen im Landkreis Northeim im Großen und Ganzen gut angelaufen, aber teilweise mit einem logistischen Aufwand verbunden, der auf Dauer unmöglich ist. Das ist das Ergebnis einer Anfrage bei einigen Schulen drei Tage nach Einführung der neuen Regelung.

Zur Umsetzung des Erlasses hatten die meisten Schulen bereits in der letzten Ferienwoche die Abholung der Testkits organisiert, um am Montag gleich in den Unterricht einsteigen zu können. An der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen wurde dafür zum Beispiel auf dem Schulhof die Möglichkeit geschaffen, dass Eltern mit dem Auto vorbeikommen und sich, ohne aussteigen zu müssen, die Tests abholen können. „Das hat gut geklappt“, berichtet Schulleiter Markus Hohmeister. Auch im Hinblick auf die Akzeptanz der Maßnahme durch die Eltern habe es bis auf einige wenige Ausnahmen keine Probleme gegeben. Hinsichtlich der Belieferung mit weiteren Tests für die folgenden Tage aber schon. Statt einzelner Testkits, die zur Verteilung an die Schüler mit relativ geringem Aufwand auf die Klassen verteilt werden können, habe die KGS 25-er-Packungen geliefert bekommen, wie sie in Testzentren verwendet werden, so Hohmeister. „Und die müssen wir jetzt öffnen und umpacken, wobei wir auch noch die Teststäbchen austauschen müssen, da diese für einen Rachenabstrich gedacht sind und nicht für einen Nasenabstrich, wie er bei den Schülern vorgesehen ist.“ Hohmeister hofft nun, dass das bei der nächsten Lieferung anders sein wird.

Auch an der Schule am Sultmer (Grundschule) in Northeim hat man laut Leiterin Corinna Kulp-Wahmke auf den offiziellen Abholtag am Montag verzichtet und stattdessen die Tests noch in den Ferien verteilt.

Bis auf einige wenige Ausnahmen sei das gesamte Verfahren von den Eltern so akzeptiert worden. „Es gab aber auch Eltern, die bei uns nachgefragt haben, ob man künftig nicht Spucktests verwenden könnte“, so die Schulleiterin weiter. Denn von den jüngeren Schülern werde die Testprozedur meistens als unangenehm empfunden. Insofern sei es eine richtige Entscheidung gewesen, die Tests nicht in der Schule, sondern zu Hause in vertrauter Atmosphäre stattfinden zu lassen.

Bisher habe es täglich vier bis fünf Fälle gegeben, bei denen noch Anrufe bei Eltern nötig waren, weil Unterschriften oder ganze Bescheinigungen fehlten.

Der Erlass des niedersächsischen Kultusministerium sieht vor, dass den Schülern zweimal pro Woche ein Test zur Verfügung gestellt wird. Da beim derzeitigen Wechselunterricht jeweils die Hälfte einer Klasse drei Schultage hat, müssen die Schulen festlegen, an welchem Tag keine Tests notwendig sind. Positive Testergebnisse müssen der jeweiligen Schule mitgeteilt werden, damit diese das Gesundheitsamt informieren kann. Die Präsenzpflicht für Schüler ist aufgehoben. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.