Arbeitslosenquote liegt mit 6,9 Prozent weiter unter Vorjahreswert

August bringt leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen

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Northeim. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Northeim ist im August saisonal bedingt leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Punkte auf 6,9 Prozent.

Ausschlaggebend dafür waren, wie schon im Vormonat, das Ende der Schulzeit und der Schluss der Ausbildungsverhältnisse. Im Vergleich zum Vorjahr (7,0 Prozent) sank die Zahl der Arbeitslosen jedoch weiterhin. Ein Zeichen, dass die Konjunktur läuft.

Traditionell drängen in den Sommermonaten Juli und August besonders viele junge Menschen auf den Arbeitsmarkt, und sei es auch nur um die Zeit bis zum Beginn des Studiums oder einer Berufsausbildung zu überbrücken, sagt der Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstellen Northeim, Einbeck und Uslar, Maik Gronemann-Habenicht.

So sei die Anzahl an arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren vom Juli zum August noch einmal um 72 Personen (+ 13 Prozent) gestiegen, nachdem bereits im Vormonat ein Anstieg um 86 zu verzeichnen war. Aktuell liege die Anzahl der jugendlichen Arbeitslosen im Landkreis bei 627.

Auch endeten im Sommer im Hinblick auf den Ausbildungsbeginn ab August und September viele berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen der Arbeitsagentur. Daher sei die Zahl der Personen, die aus einer solchen Maßnahme oder einer Ausbildung heraus arbeitslos werden, im vorigen Monat nochmals um 92 (Vormonat 98) gestiegen.

Insgesamt sind laut neuester Statistik der Agentur im Landkreis aktuell 4822 Menschen arbeitslos, 177 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen allerdings weiterhin, aktuell zum August 2014 um 55 Personen.

Dass sich der Arbeitsmarkt im Landkreis nach wie vor „in guter Form präsentiert“, zeige sich nach den Worten von Gronemann-Habenicht auch an der weiter sinkenden Zahl der Unterbeschäftigten. Diese sei zwar im August dem kurzfristigen Trend folgend um 72 Personen leicht gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat halte der langfristige Trend der Verbesserung aber an. Es gab eine Minderung um 266 auf 5817 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die sich zum Beispiel in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme (Umschulung oder Fortbildung) befinden.

Auch die steigende Zahl an offenen Stellen sei ein Indiz dafür, dass die Auftragsbücher der Betriebe nach wie vor gut gefüllt sind, Seit Jahresbeginn habe es 399 mehr gemeldete freie Arbeitsstellen gegeben als im gleichen Zeitraum 2014. Das ist eine Steigerung um 18 Prozent.

Derzeit sind im Landkreis Northeim insgesamt 835 offene Stellen gemeldet und damit 170 mehr als vor einem Jahr.

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