Aber viele vorzeitig aufgelöste Ausbildungsverhältnisse

Ausbildung im Handwerk: Mehr neue Verträge in 2014

Ausbildung im Handwerk: Im vergangenen Jahr wurden im Bereich der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck mehr neue Ausbildungsverträge geschlossen als im Jahr zuvor. Archivfoto: nh

Northeim. Im vergangenen Jahr wurden im Zuständigkeitsbereich der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck mehr Auszubildende eingestellt als im Jahr zuvor. Das geht aus den aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Ausbildungssituation hervor.

Wurden 2013 noch 239 neu abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse registriert, so lag 2014 der Wert bei 247. Von den zum 1. August noch offenen 20 Stellen konnten nach entsprechender Öffentlichkeitsarbeit noch zehn besetzt werden. Insgesamt gab es in der Region zum Stichtag 31. Dezember 569 Auszubildende.

„Diese Zahlen weisen langfristig eine Wellenbewegung auf, weil viele Kleinbetriebe nur eine Ausbildungsstelle anbieten können und erst wieder neue Berufsanfänger einstellen, wenn der Vorgänger seine Ausbildung abgeschlossen hat“, erklärt Hans-Joachim Nüsse, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck. Das zeige ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre. „2013 hatten wir insgesamt 599 Auszubildene, in 2012 waren es 615 und in 2011 nur 427.“

Großes Kopfzerbrechen bereite den Ausbildungsbetrieben die hohe Zahl der vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverhältnisse, sagt Nüsse. Im vergangenen Jahr sei das 102-mal vorgekommen. „Dass das ab und zu innerhalb der Probezeit passiert, ist ja nicht ungewöhnlich“, sagt Nüsse. „Inzwischen kommt es aber auch immer öfter vor, dass Ausbildungsverhältnisse nach Ablauf der Probezeit noch beendet werden.“

Als Gründe dafür führt Nüsse unter anderem die zum Teil unzureichende schulische Qualifikation einiger Bewerber sowie deren Defizite in Bezug auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit an. Als eine weitere Ursache für diese Entwicklung vermutet Nüsse einen oftmals unzureichenden Kenntnisstand der Bewerber über den gewählten Ausbildungsberuf.

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