Ausschuss: Im Landkreis Northeim sinken die Gebühren für Restmüll

Restmüll-Entsorgung: Die Gebühren für die Entleerung der Tonnen soll günstiger werden. Archivfoto:  dpa

Northeim. Der Abfallwirtschaftsausschuss hat sich einstimmig für die von der Kreisabfallwirtschaft vorgeschlagene Senkung der Gebühren für Restmüll ausgesprochen.

Für Privathaushalte bedeutet das für das Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr eine Senkung von 14,2 Prozent und für Gewerbebetriebe von 9,6 Prozent (HNA berichtete). Unverändert bleiben dagegen die Gebühren für die Biotonne.

Möglich wird die Gebührensenkung laut Kreisverwaltung, weil sich die Kosten für zum Beispiel Treib- und Schmierstoffe günstiger entwickelt haben als erwartet. Auch die weiterhin hohen Einnahmen aus dem Verkauf des eingesammelten Altpapiers trügen zu den positiven Ergebnissen bei.

„Die im Jahr 2015 gesenkten Gebühren für die Annahme von Grünmüll auf den Deponien hat zu einer deutlichen Steigerung der angelieferten Menge und des erzielten Umsatzes geführt“, berichtete Dirk Fröchtenicht, Leiter der Kreisabfallwirtschaft, so dass auch die Deponien ihren positiven Beitrag zum Gesamtergebnis beitragen.

Die moderaten Tarifabschlüsse für die Beschäftigten wirkten sich ebenfalls positiv aus.

Während die Entsorgung von Baustoffen auf Gipsbasis auf den Deponien ebenfalls um 40 Euro je Tonne sinken, erhöhen sich die Kosten für Altholz, das nun in verschiedenen Sorten abgerechnet wird, für verglaste Fenster, die erstmals eine eigene Kategorie bilden, und für mineralfaserhaltige Dämmstoffe. „Für die Entsorgung dieser Abfallkategorien müssen wir Drittanbietern deutlich mehr als bisher zahlen“, erklärte Abfallwirtschafts-Chef Fröchtenicht. Eine Gebührenanpassung sei deshalb erforderlich.

Die neuen Gebühren müssen nun noch abschließend vom Kreistag beschlossen werden, damit sie rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten können.

Auch 2017 soll es im Spätherbst die Möglichkeit geben, Baum- und Strauchschnitt kostenlos auf den Deponien anzuliefern.

„Nach dem Wegfall der Brenntage geben wir den Gartenbesitzern so die Möglichkeit, den Baum- und Strauchschnitt von ihren Grundstücken weiterhin kostenlos zu entsorgen“, betonte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Die Kreisabfallwirtschaft soll künftig auch per App über Müllabfuhr-Termine informieren. Der Abfallwirtschaftsausschusses hat einem entsprechenden Vorschlag der CDU zugestimmt.

Die App soll ihre Nutzer in einem ersten Schritt über die Abfuhrtermine und die Fälligkeit der Gebühren informieren. Sie wird für die Betriebssysteme Android und iOS entwickelt.

„Das Smartphone ist zum Alltagsbegleiter geworden“, sagte Klinkert-Kittel. Den Abfallkalender werde es aber wie gewohnt weiterhin geben. „Die App soll Anfang Mai zur Verfügung stehen. Download und Nutzung der App werden kostenlos sein“, erklärte Fröchtenicht.

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