Schulausschuss folgt Ergebnis der Elternbefragung

Kinder aus Hollenstedt und Stöckheim sollen zur Grundschule Drüber gehen

Die Grundschule in Drüber.
+
Die Grundschule in Drüber ging 1962 als sogenannte Mittelpunktschule in Betrieb. Schon damals wurden dort Kinder aus Hollenstedt und Stöckheim unterrichtet.

Die Grundschüler aus den Northeimer Ortschaften Hollenstedt und Drüber sollen ab dem Schuljahr 2021/22 die Grundschule der Einbecker Ortschaft Drüber besuchen.

Northeim – Der Northeimer Schulausschuss hat den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung mit der Stadt Einbeck empfohlen, teilte der Ausschussvorsitzende Hans Harer (Grüne) mit.

Das letzte Wort ist zu diesem Thema damit aber noch nicht besprochen. Denn die Frage der Schuleinzugsbereiche vertagte der Ausschuss, weil es in den Fraktionen dazu noch internen Beratungsbedarf gebe.

Dabei geht es nach Harers Worten vor allem um die Frage, ob es für die Jungen und Mädchen der beiden Dörfer festgeschrieben wird, dass sie die Grundschule in Drüber besuchen müssen, oder ob es einen überschneidenden Schulbezirk mit der Grundschule am Sultmer in Northeim geben soll.

Bei letzterer Lösung hätten die Eltern die Wahl, zu welcher Schule sie ihr Kind zur Schule schicken wollen. Bei sich nicht überschneidenden Schulbezirken wäre der Besuch einer anderen Grundschule nur per Ausnahmegenehmigung möglich.

Mit dem grundsätzlichen Votum für Drüber folgte der Ausschuss dem Ergebnis einer Elternbefragung in beiden Orten. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind dabei 28 Familien befragt worden, die noch nicht schulpflichtige Kinder haben.

Denn die Grundschüler aus Hollenstadt und Stöckheim, die bereits die Schule am Sultmer besuchen, sollen nicht wechseln, sondern dort ihre komplette Grundschulzeit verbringen. 18 Familien (64,3 Prozent) haben sich an der Befragung beteiligt. Von ihnen wollen 14 (77,8 Prozent) ihre Kinder lieber in Drüber zur Schule schicken. Zur Begründung gaben sie vor allem den kürzeren Schulweg an. Bis 2010 waren die Kinder der beiden Ortschaften über Jahrzehnte nach Drüber gegangen. Danach mussten sie zur Schule am Sultmer gehen. Aus Kostengründen und um die Grundschule in Edesheim, wohin die Kinder nach den damaligen Plänen zunächst gehen sollten, besser auszulasten, war der Schulweg über die Stadtgrenze hinweg per Mehrheitsentscheidung des Stadtrates damals gekappt worden.   (ows)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.