Kriminelle sind wohl mit hochwertiger Software ausgestattet

Autodiebe im Kreis Northeim haben es auf Audi A4 Avant abgesehen

Northeim. Der Landkreis Northeim scheint ein beliebtes Ziel von Autodieben zu sein: Zwölf Fahrzeuge wurden in diesem Jahr bisher gestohlen.

Dabei hatten es die Täter laut Polizei Northeim offensichtlich vor allem auf ein Fabrikat abgesehen: Audi A 4 Avant.

Zwölf Autos im Wert von über 120.000 Euro sind in den zurückliegenden Monaten überwiegend aus dem Stadtgebiet Northeim verschwunden. Im vorigen Jahr waren es sogar doppelt so viele: 24 Autos wurden 2015 in Northeim und umliegenden, autobahnnahen Städten und Gemeinden gestohlen.

KriminalhauptkommissarMichael Freiberger, Leiter des Fachkommissariats II (Eigentumsdelikte, Raub und Drogen), und seine Kollegen gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern überwiegend um Gruppen aus Osteuropa handelt. Freiberger: „Das sind Profis, die wissen genau, was sie tun.“

Bei den gestohlenen Audi A 4 handelt es sich nach seinen Worten nicht um Neufahrzeuge, sondern um eine bestimmte Baureihe - weil sich die Täter mit der Technik dieser Autos sehr gut auskennen. Vereinzelt wurden laut Freiberger aber auch andere Audi-Modelle oder Fahrzeuge der Marken BMW oder Citroen gestohlen. Ob die Fahrzeugdiebe die Seitenscheibe einschlagen und dann die Wegfahrsperre manipulieren oder gleich die Zentralverriegelung der Audis außer Kraft setzen, wissen die Ermittler nicht. „Die Fahrzeuge sind ja weg“, so Freiberger. Die Ermittler gehen aber davon aus, dass die Kriminellen mit einer hochwertigen Software ausgestattet sind, um die Objekte ihrer Begierde in wenigen Augenblicken öffnen und starten zu können.

Die Polizei weiß, dass die Autos nur zum Teil komplett in Ostereuropa landen: „Sie werden ausgeschlachtet, denn Einzelteile bringen mehr Geld als ganze Autos.“

Rubriklistenbild: © dpa

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