Northeim: Bahntunnel bleibt doch für Fußgänger offen

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Ab 19. Oktober für den Straßenverkehr dicht: Die Northeimer Bahnunterführung. Fußgängern und und Radfahrern will die Bahn jedoch während der gesamten dreijährigen Bauzeit den Durchgang ermöglichen – entweder durch den bestehenden oder einen am Bahnhof neu zu bauenden Tunnel.

Northeim. Für Fußgänger und Radfahrer wird der Bereich der Northeimer Bahnunterführung im Rahmen der Brückensanierung während der gesamten Bauzeit doch passierbar bleiben.

Das teilte Alexander Karrasch, Projektleiter der DB Projekt Bau GmbH, am Dienstagabend bei einer Informationsveranstaltung in der Northeimer Stadthalle mit.

Eine Woche zuvor hatte die Bahn noch angekündigt, die Unterführung für Fußgänger und Radfahrer am 4. Februar sperren zu wollen, obwohl die Inbetriebnahme des provisorischen Bahnhofszugangs erst für den 12. Februar vorgesehen ist (wir berichteten).

Das sei jetzt geändert worden, sagte Karrasch. Radfahrer und Fußgänger würden auch in dieser Zeit an der Baustelle vorbei kommen. Vorgesehen sei, die lärmintensivsten Arbeiten möglichst tagsüber stattfinden zu lassen, aber auch in den Nächten würden Arbeiten ausgeführt. An den Wochenenden werde sogar rund um die Uhr gearbeitet.

Für den Autoverkehr wird die Bahnunterführung bereits ab Montag, 19. Oktober, für drei Jahre voll gesperrt. Eine entsprechende Ausschilderung der Umleitungsstrecke über die B 3 und die B 446 wird von der Bahn vorgenommen. Darüber hinaus werden laut Karrasch im Bereich der Kreisverkehre Werbeträger installiert. Von der Sperrung betroffene Unternehmen, die dort Hinweisschilder anbringen lassen möchten, können sich diesbezüglich laut Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser an die Northeimer Stadtverwaltung wenden.

Bei der Informationsveranstaltung warb der Northeimer Verwaltungs-Chef dafür, der drei Jahre dauernden Baumaßnahme der Bahn wohlwollend gegenüber zu stehen, auch wenn damit Einschränkungen, Umwege und Lärmbelästigungen verbunden seien. „Da müssen wir jetzt durch“, so Tannhäuser.

ie Sperrung der Bahnunterführung hat nur geringe Auswirkungen auf den Northeimer Stadtbusverkehr. Betroffen sind die Linien 1 und 13, bei denen die Haltestellen im Bereich der Unterführung wegfallen und die Haltestelle Sollingtor in den Sülbendweg verlegt werden. Eine Änderung der Abfahrtszeiten an den anderen Haltestellen ist nach Einschätzung von Horst Weihrauch, Geschäftsführer der Weihrauch-Uhlendorff GmbH, aber nicht nötig.

Als notwendig wird hingegen von Bahnnutzern die Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten im Bereich der Park- und Ride-Anlage erachtet. Hintergrund: Durch die Baustelle fallen die Kurzzeit-Parkmöglichkeiten im Bereich der jetzigen Bahnhofsauffahrt weg.

„Darum werden wir uns auf jeden Fall kümmern“, sagte Tannhäuser.

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