Landkreis Northeim prüft neue Förderungen des Landes

Bald mehr Busse für Schüler?

Grüner Linienbus fährt vom Northeimer Bahnhof
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Der öffentliche Personennahverkehr ist fast schon wieder auf Vor-Corona-Niveau. Unser Foto zeigt einen Blick auf den Northeimer Bahnhof.

Der Landkreis denkt darüber nach, zusätzliche Busse für Schüler einzusetzen.

Northeim – Nachdem das Land Niedersachsen den Kommunen 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat, um angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens die Platzkapazitäten im öffentlichen Personennahverkehr zu erhöhen, prüft jetzt der Landkreis Northeim, inwieweit dieses Geld für die Schülerbeförderung eingesetzt werden könnte. Das teilte Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer auf HNA-Anfrage mit.

Als Träger der Schülerbeförderung stehe der Landkreis im ständigen Austausch mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) und beobachte die Entwicklung bei der Schülerbeförderung, so Niemeyer. „Der ZVSN hat dazu bereits Kontakt zu den Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet aufgenommen, um zu klären, wo es stark frequentierte Fahrten bei der Schülerbeförderung gibt und wie viele Fahrzeuge zur Entlastung der Situation bei der Schülerbeförderung bereitgestellt werden könnten.“

Neben dem Anmieten von Reisebussen oder dem Kauf zusätzlicher Fahrzeuge seien laut Programm des Landes auch zusätzliche Fahrten oder Taktverdichtungen im Fahrplan sowie die Bereitstellung von zusätzlichem Personal möglich.

Entsprechende Anfragen habe der ZVSN auch an seine Unternehmen bereits gerichtet, bestätigt Horst Weihrauch, Geschäftsführer der Northeimer Weihrauch-Uhlendorff GmbH: „Wir wurden aufgefordert, selbst Zählungen vorzunehmen, und sehen derzeit im Northeimer Stadtbusverkehr keine Notwendigkeit, die Platzkapazitäten zu erweitern.“ Auf den Überlandlinien sehe das aber wohl anders aus.

Die Busbranche habe die aktuelle Entwicklung schon geahnt und empfohlen, zum Ende der Sommerferien entsprechend zu reagieren. Aber da habe es leider keine zusätzlichen Mittel vom Land gegeben.

Jetzt kurzfristig zu reagieren, sei für die Busunternehmen allerdings nicht so einfach, wie sich das viele vorstellen, so Weihrauch. „Busse gibt es zwar genug, aber weil wir unsere Betriebe leider umstrukturieren mussten, haben wir jetzt erheblich weniger Personal zur Verfügung.

Im Landkreis Northeim werden derzeit zur Entlastung bereits drei zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Die Kosten dafür belaufen sich laut Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer auf 1100 Euro pro Schultag. Auch durch den Einsatz eines Gelenkbusses auf einer Linie sei bereits eine Entzerrung herbeigeführt worden. Für Eltern, die die Gefährdung für ihre Kinder als zu hoch einschätzen, bestehe aber auch weiterhin die Kostenerstattung für sogenannte Elterntaxis.

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