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Bald Spielstraße an neuer Krippe in Northeim?

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Von: Axel Gödecke

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Die Obere Straße in Northeim wird viel als Umfahrungsstrecke für die Harztorkreuzung genutzt. Hier gibt es aber eine Krippe und einen Kindergarten.
Die Obere Straße in Northeim wird viel als Umfahrungsstrecke für die Harztorkreuzung genutzt. Hier gibt es aber eine Krippe und einen Kindergarten. © Axel Gödecke

Zum Schutz der Kinder im Bereich Obere Straße / Theater der Nacht

Northeim – Wie kann der Verkehr im Bereich der Sixti-Kindertagesstätte mit der neu gebauten Krippe und Kindergarten am Northeimer Wall beruhigt werden? Viele Autofahrer nutzen nämlich die Obere Straße in der Kreisstadt als Süd-NordAbkürzung, um die Ampelkreuzung am Harztor zu umfahren.

Auf Antrag der Grünen war diese Frage jetzt Thema im Ratsausschuss für Feuerwehr und Sicherheit. Dabei hatten die Grünen vorgeschlagen, zum einen in dem Bereich zeitweise eine Tempo-Messtafel anzubringen und zum anderen sogenannte „Kölner Teller“ als Tempobremse in der dorrt geltenden Tempo-30-Zone auf der Fahrbahn der Oberen Straße zu installieren.

Der Vorstoß der Bündnisgrünen, der mit dem Elternbeirat der Kita abgestimmt ist, wurde im Ausschuss begrüßt und so gab das Gremium der Verwaltung den Auftrag die Tempo-Messtafeln bald anzubringen, auch um zu erfahren, wie viele Fahrzeuge dort fahren und wie schnell sie sind.

Vom Aufkleben von „Kölner Tellern“ auf die Fahrbahn der Oberen Straße wurde jedoch sowohl von Ausschussmitgliedern als auch der Verwaltung abgeraten. Zum einen würden diese Metallnoppen im Winter vom Schneepflug schnell „beseitigt“. Zum anderen gebe das auch die Straßenbreite nicht her, betonte Katharina Sander von den städtischen Bürgerdiensten. Grund: Für Radfahrer müsse es einen ein Meter breiten Fahrradstreifen geben, damit diese die Teller nicht überfahren müssen.

Stattdessen griff der Ausschuss aber eine weitere Anregung der Grünen auf, die aber auch die Vertreter von SPD, CDU und der FDP unterstützten: nämlich die Einrichtung einer Spielstraße im Bereich der neuen Krippe, in der die Autofahrer dann Schritttempo einhalten müssen.

Die Vertreterin der Verwaltung und auch Bürgermeister Simon Hartmann sagten zu, den Vorschlag der Spielstraße oder, wie es im Fachterminus heißt, eines verkehrsberuhigten Bereichs zu prüfen.

Möglicherweise gebe es aber Probleme, weil dann an der Oberen Straße teilweise Parkplätze wegfallen müssten und weil für eine Spielstraße eigentlich kein Gehweg mit Hochbord vorgesehen ist, der dort in Teilen vorhanden sei. Hartmann: „Wenn ein Verkehrsberuhigter Bereich dort möglich ist, dann werden wir uns nicht dagegen sträuben“.

Auf jeden Fall solle erst einmal eine Geschwindigkeits-Messtafel installiert werden, auch um Daten über den Verkehrsfluss zu gewinnen. Optimal, so der Northeimer Verwaltungs-Chef, wäre wohl eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen in dem Bereich. (Axel Gödecke)

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