Helios hat Bedenken wegen Hubschrauberlandungen

Sicherheitsbedenken gegen Pferdefachmarkt am Northeimer Sultmer

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So könnte es aussehen: Ein Krämer Mega-Store für Reitbedarf an anderer Stelle in Deutschland.

Northeim. Der Widerstand gegen die Ansiedlung eines Pferdefachmarktes im Bereich des Northeimer Gesundheitszentrums wächst. Nun hat das Helios-Krankenhaus Bedenken gegen den potenziellen Nachbarn angemeldet.

„Der Plan, in unmittelbarer Nähe zur Klinik einen Fachmarkt für Pferdesport mit einer Reitkoppel einzurichten, ist nicht unproblematisch“, betonte Helios-Pressesprecherin Stephanie Beumer auf HNA-Anfrage. „Wir haben deshalb eine schriftliche Stellungnahme bei der Stadt eingereicht und sind im Gespräch mit dem Bürgermeister.“

Helios würde es nach ihren Worten stattdessen begrüßen, wenn sich – wie ursprünglich vorgesehen und auch im Bebauungsplan festgelegt – weitere Gesundheitsdienstleister auf den freien Flächen zwischen Krankenhaus und Bundesstraße 3 ansiedeln würden.

So könnte es aussehen: Ein Krämer Mega-Store für Reitbedarf an anderer Stelle in Deutschland.

Wie aus dem Umfeld der Klinik zu hören ist, macht man sich bei Helios insbesondere Sorgen, dass ein startender oder landender Rettungshubschrauber Pferde auf dem geplanten Reitplatz, der zu dem vorgesehenen Fachmarkt gehören soll, scheu machen könnte. Die befürchteten Folgen wären Stürze und Verletzungen von Reitern.

Zuvor hatten bereits Teile des Stadtrates die Zustimmung zu der für die Ansiedlung des Pferdefachmarktes notwendigen Änderung des Bebauungsplans von einer gleichzeitigen Lockerung der Bestimmungen für Restaurationsbetriebe in diesem Bereich abhängig gemacht. Damit soll die Eröffnung des Gastronomiebetriebs „Testa’s“ ermöglicht werden (HNA berichtete).

„Testa’s“: Eröffnung steht bevor

Gastronom Maurizio Testa will eine Mischung aus Trattoria, Pizzeria, Bistro und Weinbar im Gesundheitsforum eröffnen.

Die Stadtverwaltung pocht auf die Einhaltung des B-Plans, der dort nur den Betrieb eines Bistros zur Versorgung von Besuchern während der Öffnungszeiten des Gesundheitszentrums vorsieht. Eine Änderung sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich. 

Knackpunkt beim Streit um die Öffnungszeit ist, dass im Bereich des Gesundheitsforums keine Menschen wohnen. Das wird aber laut Verwaltung vom Baunutzungsrecht verlangt, um den Restaurationsbetrieb genehmigen zu können. Der Betrieb eines Hotels, das ausschließlich zur Versorgung der Übernachtungsgäste einen Restaurationsbetrieb vorhalten würde, wäre hingegen aus Sicht der Verwaltung möglich, ebenso wie ein Bistro, das nur während der Öffnungszeiten des Gesundheitsforums geöffnet wäre. Jedenfalls hat die Stadt, wie Maurizio Testa auf Anfrage mitteilte, ihm erneut nur die Öffnung seines neuen Lokals von montags bis Samstag, jeweils von 7 bis 19 Uhr gestattet. 

„Ich fange jetzt so an“, sagte er. Einen Eröffnungstermin gebe es allerdings noch nicht. Zuvor solle noch eine Außenterrasse errichtet werden. Dauerhaft hinnehmen wollen Testa und die Investoren des Gesundheitsforums die eingeschränkte Öffnungszeit allerdings nicht. Er sei mit der Entscheidung der Stadt sehr unzufrieden, sagte Testa. Deshalb wolle man gemeinsam auch gerichtlich gegen die Beschränkung der Öffnungszeit vorgehen. Maurizio Testa strebt eine tägliche Öffnung bis 22 Uhr an, auch sonntags.

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