Neues Logistikzentrum an der Gewerbeallee

Investition in Hardegsen – Bau-Fachgroßhändler Bach ist gut ausgelastet

Ein Mann in Arbeitskleidung steht in einer großen Lagerhalle neben einem kleinen Gabelstapler.
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Nur der Computer weiß, wo was lagert: Der stellvertretende Lagerleiter Maik Haas (links) mit Staplerfahrer Sven-René Pietsch in der neuen Halle in Hardegsen.

Die Corona-Pandemie sorgt für eine „gute Auslastung“ des neuen Logistikzentrums der Hermann Bach GmbH & Co. KG, berichtet Projektleiter Sebastian Mertens.

Hardegsen – Der Fachgroßhändler für Sanitär, Heizung, Baustoffe und Fliesenprodukte aus Lippstadt beliefert von Hardegsen aus Handwerker zwischen Hannover und Bad Hersfeld.

„Viele Menschen sind derzeit aufgrund der Pandemie zu Hause und nutzen die Zeit, um zu bauen“, erklärt Mertens. So gibt es für die 30 Beschäftigten des Unternehmens am neuen Standort viel zu tun. An der Gewerbeallee 21 wird im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Das 1906 gegründete Unternehmen hat dort zehn Millionen Euro verbaut, die größte Investition der Firmengeschichte.

Um die Logistikprozesse effizienter und sicherer zu machen, nutzt Bach in Hardegsen ein neues elektronisches System zur Lagerverwaltung. Wareneingang und Kommissionierung erfolgen nun papierlos. Bestände werden in Echtzeit verwaltet. „Nur noch der Computer weiß, wo in der 10 000 Quadratmeter großen Halle und auf der 7000 Quadratmeter großen Außenfläche die Ware liegt“, berichtet Mertens.

Neues System ist gut angelaufen

Mitarbeiter bekommen auf einem Lesegerät angezeigt, was sie wo aus dem Regal zu nehmen haben. Mit dem Stapler oder einem Rollwagen sind sie unterwegs. Bestellungen, die bis 23 Uhr eingehen, werden für den kommenden Tag zusammengestellt. Um 3 Uhr starten die Lkw, damit die Ware bis spätestens 7.30 Uhr beim Kunden ist. So können Handwerker die Produkte gleich mit auf die Baustelle nehmen. Bei manchen Touren gibt es zweite Fahrt um 9 Uhr.

„Von kleineren Startschwierigkeiten abgesehen, ist das neue System gut angelaufen“, freut sich Mertens. Bach sei trotz des Lockdowns während der Corona-Krise bisher immer „voll lieferfähig“ gewesen. Dabei habe geholfen, dass die Firma ihre Ware überwiegend von deutschen Herstellern beziehe. Um Engpässen vorzubeugen, hätten ihre italienischen und spanischen Herstellern teilweise bis zu zehn Lkw gleichzeitig nach Deutschland geschickt. Unter den Bach-Mitarbeitern habe es bislang keinen Corona-Fall gegeben. „Unser bisheriger Logistikstandort an der Göttinger Florenz-Sartorius-Straße, den es seit 1996 gibt, ist zu klein geworden“, berichtet Mertens. Dazu habe das seit Jahren boomende Baugewerbe beigetragen. Seit 2016 hätten sie nach Erweiterungsmöglichkeiten gesucht. Am alten Standort, wo es nach wie vor eine Ausstellung gebe, sei das nicht möglich gewesen.

Im Gespräch gewesen sei unter anderem eine Industriehalle der Firma VGP Park in Rosdorf. Bach habe sich dann aber für Hardegsen entschieden. Das neue Zentrum liege nahe der Autobahn 7. Über die Bundesstraße 446, die am Standort vorbeiführe, lasse sich das Weserbergland gut erreichen. Das dortige Bach-Lager in Boffzen mit seinen vier Lkw-Touren, die bis nach Paderborn führen, bleibe allerdings noch bestehen. Es werde nun aber teilweise von Göttingen aus versorgt.

Hermann Bach machte 2019 einen Umsatz von 117 Millionen Euro. In diesem Jahr wollen die 520 Mitarbeiter 120 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.

Von Michael Caspar

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