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Bauarbeiten für neue Kita in Northeim haben begonnen

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Von: Niko Mönkemeyer

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Mehrere Männer, Frauen und Kinder vor einem Bagger auf einer Baustelle
Hier soll der neue Northeimer Kindergarten entstehen: Unser Foto zeigt Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Firmen und Behörden an der Baustelle. © Foto: NIKO MÖNKEMEYER

Die Eröffnung der neuen Kita am Martinsgraben ist für September 2023 geplant.

Northeim – Die Arbeiten für die geplante neue Kindertagesstätte am Martinsgraben haben begonnen. Vertreter der an dem Projekt beteiligten Unternehmen und Behörden trafen sich am Montag zum offiziellen Start.

Die Kindertagesstätte sei nach dem notwendigen Wiederaufbau der 2014 abgebrannten Mehrzweckhalle Höckelheim das größte Hochbauprojekt der Stadt Northeim sagte Bürgermeister Simon Hartmann und räumte ein, dass man sich für die Fertigstellung einen ehrgeizigen Zeitplan vorgenommen habe.

Nachdem die Planungen für die Kita, die unmittelbar an der südlichen Verlängerung der Sudheimer Straße entstehen wird, im Februar 2022 begannen, soll die Inbetriebnahme bereits im September 2023 erfolgen.

Geschaffen werden sollen zwei Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen für insgesamt 80 Kinder. Außerdem gibt es die Option auf Einrichtung einer integrativen Gruppe.

Mit zwei zusätzlichen Räumen sowie einem Werk- und Bastelraum wird das Raumangebot über die im Kita-Gesetz geforderten Mindesträumlichkeiten hinausgehen. Das Gebäude wird auch eine eigene Küche erhalten, in der die Mahlzeiten täglich frisch zubereitet werden sollen. Geplant ist außerdem, auch für den in der Nähe befindlichen Hort mitzukochen. Zudem wird es dort einen separaten Mitkochbereich für Kinder und Erwachsene geben sowie ein Bistro mit Terrasse.

Der Hauptflügel des in Holzrahmenbauweise entstehenden Gebäudes wird zweigeschossig sein und mit Photovoltaik-Elementen versehen. Hier werden alle Gruppenräume und Zusatzräume für Kinder sowie ein Bewegungsraum untergebracht. Dabei werden die Gruppenräume nach Süden zum Innenhof ausgerichtet. Als Sonnenschutz werden verschiebbare farbige Metallelemente dienen. Der Südflügel, in dem sich dann die Küche und der Essensbereich befinden, wird eingeschossig gebaut. Auf seinem Dach soll eine begehbare Fläche mit Pflanzinseln gestaltet werden, von der aus eine Rampe hinunter zum Spielgelände führt. Auch der Nordflügel, in dem die Mitarbeiterräume geplant sind, soll eingeschossig werden. Sein Dach soll begrünt werden.

Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt 1000 Quadratmeter zuzüglich 175 Quadratmeter für die Dachterrasse. Den Kindern wird eine 1665 Quadratmeter große modellierte Außenspielfläche zur Verfügung stehen. Außerdem sind eine 165 Quadratmeter große Multifunktionsfläche, 8 Parkplätze, ein barrierefreier Parkplatz und eine E-Ladestation geplant.

Bei der Planung des Gebäudes wurde berücksichtigt, dass es im Falle einer veränderten Bevölkerungsstruktur auch anderweitig genutzt werden könnte.

Die Gesamtkosten einschließlich Außengelände liegen derzeit bei 5,84 Millionen Euro. Angesichts der aktuellen Preisentwicklung sei aber sehr wahrscheinlich, dass dieser Betrag nicht reichen werde, betonte Hartmann. Derzeit bemühe man sich bei den Fördermittelgebern um eine Verlängerung der von ihnen festgelegten Fristen für die Realisierung des Projektes.

Hintergrund dafür ist, dass sich die Verabschiedung des Bebauungsplanes für diesen Bereich mehrfach verzögert hatte (wir berichteten). (Niko Mönkemeyer)

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