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Bauern rechnen mit unterdurchschnittlicher Rübenernte im Landkreis Northeim

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Von: Niko Mönkemeyer

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Fahrender Traktor hinter einem Zuckerrübenhaufen
Die Zuckerrübenernte hat im Landkreis Northeim begonnen. © Niko Mönkemeyer

Die Zuckerrüben sind in diesem Jahr zwar sehr süß, aber zu klein.

Northeim – Die jetzt angelaufene Zuckerrübenernte wird den landwirtschaftlichen Betrieben im Landkreis Northeim ein etwa 15 bis 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis bescheren – zumindest, was das Gewicht der Rüben angeht. Davon geht der Kreisbauernverband Northeim-Osterode nach einer ersten Einschätzung der aktuellen Ernte derzeit aus.

„Die Rüben sind sehr klein, sodass die Betriebe ein geringes Gesamtgewicht auf der Fläche ernten“, beschreibt Geschäftsführer Manuel Bartens die gegenwärtige Situation.

Positiv sei dabei allerdings zu bewerten, dass der Zuckergehalt der bereits geernteten Rüben sehr hoch gelegen habe – bislang im Durchschnitt bei 18 Prozent, teilweise aber sogar darüber hinaus. Im vergangenen Jahr lag der Zuckergehalt landesweit im Durchschnitt bei 17,8 Prozent.

Insgesamt sei in diesem Jahr allerdings im Verhältnis zur Gesamtmasse an Rüben am Ende ein Zuckerertrag zu erwarten, der unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt liegen werde, so Bartens. „Hintergrund dafür ist, dass sich bei den Zuckerrüben, die erst noch geerntet werden müssen, der Zuckergehalt durch den zuletzt gefallenen Regen leider noch verringern dürfte.“ Bei der ersten groben Bewertung des Ernteergebnisses sei besonders zu berücksichtigen, dass die Ergebnisse stark von der jeweiligen Lage der Anbauflächen und von der Beschaffenheit der Böden abhängig seien, so Bartens.

Darüber hinaus habe natürlich auch die jeweilige Niederschlagsmenge eine enorme Auswirkung auf die Entwicklung der Zuckerrüben und damit auf das Ergebnis der Ernte.

Wie bereits in den vergangenen Jahren seien da nach Auskunft der Landwirte im Zuständigkeitsgebiet des Kreisbauernverbandes erneut große Unterschiede zu verzeichnen gewesen.

„Wir haben in diesem Jahr wieder erleben müssen, dass es an einem Ort heftig geregnet hat, während im direkten Nachbarort nebenan kein einziger Tropfen gefallen ist“, sagt Bartens. (Niko Mönkemeyer)

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