Alternativvorschlag für die Erschließung

Baugebiet am Wieter erneut Thema im Northeimer Bauausschuss

Städtebauliche Idee: So sieht der Alternativvorschlag für die Gestaltung des neuen Baugebietes aus. Am oberen Rand der farblichen Grafik ist die Straße Am Martinsgraben lediglich als Rad- und Fußweg dargestellt.
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Städtebauliche Idee: So sieht der Alternativvorschlag für die Gestaltung des neuen Baugebietes aus. Am oberen Rand der farblichen Grafik ist die Straße Am Martinsgraben lediglich als Rad- und Fußweg dargestellt.

Für die Erschließung des neuen Baugebietes am Wieter gibt es einen alternativen Vorschlag.

Northeim/Höckelheim – Können die Erschließungskosten für den geplanten zweiten Bauabschnitt des Neubaugebietes am südlichen Wieter um die Hälfte reduziert werden, wenn die Stadt Northeim auf die umstrittene Öffnung des Martinsgrabens im Bereich des BBS-Sportplatzes verzichtet? Mit dieser Frage werden sich die Mitglieder des Northeimer Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) unter anderem in ihrer nächsten öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 26.  August, in der Mehrzweckhalle Höckelheim beschäftigen.

Hintergrund ist ein alternativer Vorschlag zur Erschließung des Bereichs, der jetzt im Rahmen der öffentlichen Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplanverfahren von Hervé Lopez eingereicht wurde.

Hervé Lopez

Der Northeimer, der selbst bei der Stadt Göttingen in der Stadtplanung tätig ist, hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Kritik an den Plänen der Stadt Northeim geäußert und sich darüber beklagt, dass sein Vorschlag in den politischen Gremien bislang nicht einmal vorgestellt worden sei (wir berichteten).

Er ist davon überzeugt, dass es kostengünstiger wäre, den Martinsgraben in dem Bereich lediglich als Fuß- und Radweg zu gestalten und das Baugebiet über eine weiter südlich anzulegende Straße beidseitig zu erschließen und hat seinen Vorschlag mit Kostenschätzungen für beide Alternativen untermauert.

„Die bisherigen Überlegungen stützen sich weiterhin auf den Ausbau des Feldweges Am Martinsgraben als Sammelstraße“, schreibt Lopez. Er gibt zu bedenken, dass trotz der in dem Bereich bereits liegenden Kanäle ein kompletter Neubau einer Erschließungsstraße notwendig wäre. Dabei sei auf den ersten Blick ersichtlich, dass diese Sammelstraße „keine unmittelbare Erschließungsfunktion“ für die Baugrundstücke habe.

Bisherige Planung: Diese Variante wird weiterhin von der Stadtverwaltung favorisiert.

Im Vorfeld der PBU-Sitzung, bei der der Alternativvorschlag lediglich als sogenannten Mitteilungsvorlage behandelt wird, hat Northeims Bürgermeister Simon Hartmann auf HNA-Anfrage bekräftigt, dass er weiter hinter dem städtebaulichen Entwurf des von der Stadt Northeim beauftragten Planungsbüros steht, zumal dieser dem Rahmenplan Südliche Kernstadt entspreche.

Weitere Tagesordnungspunkte der um 17.30 Uhr startenden Hybrid-Sitzung sind der Ersatzneubau der Sporthalle am Schuhwall, der Bebauungsplan „Rast- und Servicecenter Northeim“ und die Änderung des Flächennutzungsplans „Zum Schulwald“. Eine Einwohnerfragestunde ist zu Beginn der Sitzung vorgesehen.

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