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Beginn der Kanalbauarbeiten am Münsterplatz verzögert sich

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Von: Olaf Weiss

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Der Münsterplatz von oben: Bevor seine Umgestaltung beginnt, müssen dort die Kanäle erneuert werden. Schmutz- und Regenwasserentsorgung sind dort noch nicht getrennt.
Der Münsterplatz von oben: Bevor seine Umgestaltung beginnt, müssen dort die Kanäle erneuert werden. Schmutz- und Regenwasserentsorgung sind dort noch nicht getrennt. © Hubert Jelinek

Die Umgestaltung des Münsterplatzes wird wohl nicht vor Mitte nächsten Jahres beginnen. Vorher startet der Kanalbau. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage mitgeteilt.

Northeim – Zum einen schließen noch notwendige Abstimmungen mit dem Land als Fördermittelgeber einen Baubeginn vor März 2023 faktisch aus, hieß es zur Begründung. Zum anderen machen es die anhaltenden Preissteigerungen im Bausektor nötig, die Pläne in Bezug auf die Förderung zu überarbeiten, was wiederum zu einem erhöhten Abstimmungsbedarf führt.

Aktuell werden nach Mitteilung der Stadtverwaltung die steigenden Anforderungen des Bundes in Sachen Klimaschutz in die Pläne eingearbeitet. In einer Pressekonferenz am kommenden Freitag will Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) mit dem beauftragten Planungsbüro Trüper, Gondesen & Partner (Lübeck) über die aktualisierten Pläne informieren.

Vor der Umgestaltung des Platzes sollen dort sowie im Bereich Kurze Straße, Am Münster und Bahnhofstraße (bis zur Göttinger Straße) Kanalbauarbeiten stattfinden. Auch Gas- und Wasserleitungen sollen dort erneuert werden. Als Vorbereitung der Umgestaltung will die Stadt im Platzbereich außerdem auch Stromleitungen erneuern und umlegen, um die neuen Versorgungsstationen, die Beleuchtung sowie die geplanten Wasserspiele mit Strom versorgen zu können.

Die Arbeiten sollten im Oktober beginnen, werden sich aber laut Stadtverwaltung verzögern: „Der Weihnachtsmarkt 2022 wird damit im gewohnten Umfang auf dem Münsterplatz stattfinden können.“ Denn der Beginn der Kanalbauarbeiten sei nun für das erste Quartal 2023 vorgesehen.

Im Bereich „Grafenhof“, also am Weg entlang der Kreis-Sparkasse zum City-Center, soll der Kanalbau beginnen. Ist er dort beendet, folgen nach den Plänen der Verwaltung Arbeiten an den Versorgungsleitungen (Strom, Gas, Wasser) und dann die Pflasterung. Die Umgestaltung des Platzes soll abschnittsweise von Nordost (Bereich Eingang City-Center) nach Südwest (Ecke Bahnhofstraße/Medenheimer Straße) erfolgen.

Zurzeit werde die Ausführungsplanung erarbeitet und die europaweite Ausschreibung der Arbeiten vorbereitet. Denn die Aufträge für den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung (Kanalbau), für die Stadtwerke (Gas- und Wasserleitungen) und der Stadt (Platzgestaltung) sollen gemeinsam an ein Unternehmen vergeben werden.

In der zweiten Septemberhälfte soll dann der zeitliche Ablauf feststehen. Ferner soll ebenfalls in der zweiten Septemberhälfte ein Termin zur Vorstellung der überarbeiteten Planung bekannt gegeben werden, teilte die Verwaltung weiter mit.

Allein der Kanalbau soll mit drei Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Platzumgestaltung ist mit 6,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Verwaltung kalkuliert die Gesamtbauzeit – einschließlich Platzumgestaltung – mit zweieinhalb Jahren. Damit würden die Arbeiten im Herbst 2025 enden. (Olaf Weiss)

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