Gremium kämpft für Teilhabe

Beirat für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Northeim startet nach zehn Jahren neu durch

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Dank an die Beiratsmitglieder mit (v. l.) Ralf Thalacker (Fachbereichsleiter Senioren und Inklusion), Monika Blaszynski, Brigitte Tolle, Kersten Sander, Renate Leuschner, Monika Nölting (Vorsitzende Beirat für Menschen mit Behinderungen), Hannelore Kükemück, Florian Fischer, Harald Rode (Dezernent Jugend und Soziales) und Heike Küchem ann.

Northeim – Der Beirat für Menschen mit Behinderung im Landkreis Northeim feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Anlass genug für die Kreisverwaltung, den Mitgliedern Dank zu sagen.

Aufgabe des Beirates ist die Unterstützung des Landkreises Northeim bei der Verwirklichung der Zielsetzung des Niedersächsischen Behindertengleichstellungsgesetzes (NBGG). Ziel des Gesetzes ist es, die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen, betont Monika Nölting, Vorsitzende des Beirats.

Bereits seit längerer Zeit beschäftigten sich die Mitglieder des Beirates mit dem Aktions- und Stufenplan im Landkreis Northeim, der seit zwei Jahren mit Studenten der Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz (Halberstadt) gemeinsam bearbeitet wird, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises.

Mit der Neuwahl der Vorsitzenden im Mai 2019 habe sich der Beirat umstrukturiert. Der erste Schritt sei die Erarbeitung einer neuen Satzung gewesen, die in der jüngsten Sitzung des Kreistages verabschiedet wurde. Jetzt werde die Geschäftsordnung überarbeitet, so Nölting.

Parallel dazu seien thematische Arbeitsgruppen eingerichtet worden. Es sei auch die Netzwerkarbeit unter anderem mit dem Niedersächsischen Inklusionsrat von Menschen mit Behinderungen (Zusammenschluss aller Beiräte und Beauftragten in Niedersachsen) vertieft worden. Derzeit werde am Internetauftritt sowohl des Landkreises als auch des Beirats selbst gearbeitet, um sie barrierefrei zu gestalten.

Daneben beschäftigen sich die Mitglieder laut Nölting mit der Barrierefreiheit der Heliosklinik und dem angegliederten Gesundheitszentrum, mit der Mobilität insbesondere von Rollstuhlfahrern im Landkreis Northeim und mit dem Thema „Leichte Sprache in den Verwaltungen“.

Der Beirat besteht aus gewählten Mitgliedern aus den Städten und Gemeinden Moringen, Uslar, Bodenfelde, Kalefeld, Katlenburg, Bad Gandersheim, Einbeck, Nörten-Hardenberg und Northeim.

Alle Städte und Gemeinden im Landkreis, die Politik, die Vereine und Verbände vor Ort würden jetzt um Unterstützung gebeten, um eine vom Beirat erstellte Prioritätenliste für eine gleichberechtigte Teilhabe gemeinsam abzuarbeiten, so die Vorsitzende.

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