Badesaison 2020: Freibäder ziehen Bilanz

Bergbad Northeim ist das Schlusslicht

Blick auf das menschenleere Schwimmerbecken im Northeimer Bergbad
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Im Winterschlaf: Auch während der Badesaison 2020 sah es im Northeimer Bergbad oft so leer aus. Schuld daran waren das Wetter und das von vielen als umständlich empfundene Corona-Konzept für den Badebetrieb.

Wetter und Corona sorgten für weniger Besucher in den Freibädern

Northeim – Nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch das regnerische Wetter zu Beginn der Sommerferien hat in der Badesaison 2020 den Freibadbetreibern im Landkreis Northeim einen mehr oder weniger dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Insbesondere das Freibad Sudheim und das Northeimer Bergbad, die in diesem Jahr erstmals von den Stadtwerken Northeim (SWN) betrieben wurden, hatten erheblich geringere Besucherzahlen zu verzeichnen. Wurden in Sudheim im vergangenen Jahr noch 12 368 Besucher gezählt, so waren es in diesem Jahr nur 3664, also 70 Prozent weniger. Beim Northeimer Bergbad sanken die Besucherzahlen von 13 205 auf 3433, was einen Rückgang um 74 Prozent entspricht. Mit verantwortlich für diesen starken Rückgang dürfte wohl gewesen sein, dass es viele Badegäste als umständlich und zu aufwendig empfunden haben, in Coronazeiten ihre Eintrittskarten über das Internet vorbestellen zu müssen (wir berichteten).

Das vermutet auch Claus Stumpe, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Stadt Moringen. „Wir konnten in diesem Jahr erheblich mehr Gäste aus Northeim in unserem Flaakebad begrüßen und haben unsere geplante Besucherzahl von 12 000 mit rund 10 000 Besuchern annähernd erreicht“, zieht er Bilanz. Angesichts der Corona-Problematik sei das ein gutes Ergebnis. Bewährt habe sich die Regelung, wonach sich Besucher vor dem Besuch telefonisch erkundigen konnten, ob die zulässige Besucherzahl im Flaakebad bereits erreicht war, so Stumpe. „Nur an zwei Tagen mussten wir aufgrund der Nachfrage das Bad im Schichtbetrieb fahren.“

Auch bei der Gemeinde Kalefeld ist man den Umständen entsprechend mit dem Verlauf der Badesaison zufrieden, auch wenn mit 10 843 Besuchern in diesem Jahr 15 173 Badegäste weniger im Freibad Düderode gezählt wurden als im vergangenen Jahr. „Wir haben mit dem Kreisverkehr im Schwimmerbecken gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Burkhard Holland. „Viele Gäste haben schon gesagt, dass wir das auch nach Corona beibehalten sollten.“

Mit 14 274 Besuchern hat das Hardegser Burgbad laut Kämmerer Olaf Müller trotz der Pandemiebedingungen und des „streckenweise nicht hochsommerlichen Wetters“ zumindest ein höheres Besucheraufkommen generiert als im Regenjahr 2017. „Wir freuen uns, dass in dieser Saison zunehmend Menschen aus dem Umland, insbesondere aus dem Raum Göttingen das Burgbad Hardegsen besucht haben“, so Müller.

Von Niko Mönkemeyer

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