Bisher 10 Betrugsfälle in diesem Jahr

Northeimer wird Opfer von Aktienbetrügern im Internet - 400.000 Euro Schaden

Telefon
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Im Kreis Northeim sind mehrere Menschen Opfer von Aktienbetrug im Internet und am Telefon geworden (Symbolbild)

Im Landkreis Northeim wurden in diesem Jahr schon zehn Fälle von Anlagebetrug im Internet bei der Polizei in Northeim angezeigt. Die finanziellen Schäden belaufen sich auf mehrere Hunderttausend Euro. Das hat eine Polizeisprecherin am Mittwoch mitgeteilt.

Norrtheim - Jüngster Fall: Am Montag meldete sich ein Anleger aus dem Landkreis Northeim bei der Polizei, den die Täter um mehr als 400 000 Euro betrogen haben, um Strafanzeige zu erstatten.

Bei den anderen Taten der Opfer aus dem Kreisgebiet belaufen sich die finanziellen Schäden auf Summen zwischen 20 000 und 80 000 Euro, so die Polizei weiter.

Bei dem jüngsten Fall hatte das Betrugsopfer, genau wie schon die anderen Anleger, laut Polizei sein Geld online, unter anderem in Aktien, angelegt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei wurde das Geld danach unter anderem durch Auslandsüberweisungen weitergeleitet.

Dabei konnten die Betrüger laut Pressemitteilung der Polizei jedoch durch verschiedene Maßnahmen so anonym vorgehen, dass das eingesetzte Kapital der Anleger unwiederbringlich verloren“ war. Auch von den Täter fehle dadurch jede Spur.

Aufgrund der hohen Schadenssummen warnt das Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim noch einmal mit Nachdruck vor den Gefahren des sogenannten Online-Tradings bei dubiosen Firmen.

Die Betrüger würden regelmäßig mit Anzeigen im Internet, per E-Mail und über das Telefon für ihre Machenschaften werben. Ein persönliches Treffen finde dagegen nie statt, die komplette Abwicklung des Handels erfolge ausschließlich telefonisch.

„Fast immer werden hohe finanzielle Gewinne vorgetäuscht, die nicht im Verhältnis zu der Geldanlage stehen“, so Polizeisprecherin Jana Müller weiter.

Das Präventionsteam der Polizei rate dazu, sich vor einer Anmeldung für Online-Trading oder vor einer Überweisung von zumeist hohen Geldsummer genau über den Anbieter der Geldanlage zu informieren. Auf keinen Fall dürfen sensible Daten wie zum Beispiel zum Onlinebanking oder zum Aktiendepot preisgegeben werden. Die Betrüger würden immer wieder versuchen, ihre potenziellen Opfer unter Druck zu setzen.

Und niemals sollte Unbekannten mithilfe einer Fernwartungs-Software Zugriff auf den eigenen Computer erteilt werden.

Auch Kopien der Ausweisdokumente sollten niemals weitergeleitet werden. (kat)

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