"Muss sich um Imker handeln"

Diebe haben es auf die Bienenvölker abgesehen

Northeim. Imker haben einen Grund mehr zur Sorge. Bereitete ihnen schon die Varroamilbe Kopfzerbrechen, so kommen jetzt noch Diebe hinzu, die es auf Bienenvölker abgesehen haben.

Anfang Mai wurden in Einbeck 13 Bienenstöcke entwendet, am Dienstag dieser Woche sechs weitere, die ein Imker in einer Obstplantage in der Gemarkung Stroit aufgestellt hatte. Die Diebe richteten dabei insgesamt einen Schaden von 9700 Euro an.

„Bei den Tätern muss es sich um Imker handeln, die über das Fachwissen und die notwendige Logistik verfügen“, sagt Klaus Meinshausen, Vorsitzender des Kreisimkervereins Northeim, und fügt hinzu, dass das Stehlen von Bienen mittlerweile in ganz Deutschland ein Thema sei. „Im vergangenen Winter sind viele Völker eingegangen, und da versuchen wohl einige Kollegen, sich auf diese Weise Ersatz zu verschaffen.“

Dass die Diebe in der hiesigen Region ansässig sind, glaubt Meinshausen nicht. Insofern appelliert er nicht nur an seine Imkerkollegen, sondern auch an Spaziergänger, in der Nähe von Bienenstöcken auf Autos mit fremden Kennzeichen zu achten. „Natürlich muss es sich nicht gleich um Diebe handeln, aber es kann ja nichts schaden, sich das Kennzeichen zu notieren.“

Ansonsten empfiehlt Meinshausen den Imkern, ihre Bienenkästen so zu postieren, dass sie nicht von öffentlichen Wegen eingesehen werden können. Auch durch das Anbringen von Wildkameras oder das Installieren von GPS-Sendern könnten Imker ihr Eigentum schützen.

„Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, sagt Meinshausen und schmunzelt. „Man kann den Boden der Kiste am Untergrund festschrauben. Wenn sie dann jemand anhebt, fällt der Boden heraus, und die Bienen kümmern sich selbst um die Diebe.“ 

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