Bigband trifft auf Gesangskunst im Kirchenraum

Werben fürs Konzert: KSN-Marketingleiter Gernot Bollerhei (v. links), Konzertleiter Prof. Klaus-Jürgen Etzold und Sixti-Kantor Benjamin Dippel. Foto: Gödecke

Northeim. Ein Konzertereignis der Extraklasse, das es weltweit nicht oft zu erleben gibt, präsentieren die von der Sparkasse gesponserten Niedersächsischen Musiktage am Sonntag, 20. September, ab 17 Uhr in der Northeimer St.-Sixti-Kirche.

Duke Ellingtons „Sacred Concerts“ mit der Hannoverschen Profi-Bigband „Fette Hupe“, dem Jungen Vokalensemble Hannover und Stepptänzer Felix Petri.

Wir sprachen mit dem Projektleiter und Chef des Jungen Vokalensembles, Prof. Klaus-Jürgen Etzold (ein gebürtiger Northeimer), dem Marketingchef der Kreis-Sparkasse Northeim, Gernot Bollerhei, und Sixti-Kantor Benjamin Dippel über das Konzertprojekt, das tags zuvor in Lüneburg auch auf CD aufgenommen wird. Zum Konzert die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was ist das Besondere an dem Konzertprojekt? 

Die ungewöhnliche Zusammensetzung. Hier treffen fetzige Bigbandrhythmen von Jazz-Altmeister Duke Ellington auf feinste Vokalmusik eines der besten Chöre des Landes. Und es gibt auch etwas fürs Auge, denn mit dabei ist ein Stepptänzer.

Was hat es mit den „Sacred Concerts“ von Duke Ellington auf sich? 

Ellington (1899 bis 1974) war einer der einflussreichsten Komponisten des Jazz. Er spielte über 20.000 Konzerte mit seiner Band und komponierte 2000 eigene Werke, darunter ab 1965 sein vielleicht größtes musikalisches Abenteuer, die Umsetzung biblischer und spiritueller Themen in drei „Sacred Concerts“ (1965, 1968, 1973). Ellington selbst bezeichnete sie als das Wichtigste, das er musikalisch je gemacht habe.

Es handelt sich also eigentlich um drei Konzerte, wie ist das zu verstehen? 

Zu erleben sein wird in Northeim eine Kombination aus allen drei Werken, die Ellington selbst zusammengestellt hat. Die zweistündige Komposition wurde eigens für diese Veranstaltung von Prof. Klaus-Jürgen Etzold (Gründer und Leiter des Jungen Vokalensembles und Honorarprofessor für Musikpädagogik an der Musikhochschule Hannover) und Jörn Marcussen-Wolf, dem Leiter der Bigband „Fette Hupe“, erarbeitet.

Was gibt es zu den Akteuren zu sagen? 

Da ist zunächst die „Fette Hupe“. Das 18-köpfige Ensemble mit Profi-Jazzmusikern wurde vor sieben Jahren gegründet und ist laut Fachmagazin Sonic eine der umtriebigsten und beliebtesten Bigbands in Norddeutschland. Das 50-köpfige Junge Vokalensemble Hannover ist einer der besten Chöre Deutschlands und bereits mit dem Klassik-Echo ausgezeichnet. Daneben gibt es drei Gesangssolisten und einen Tänzer.

Auf welches Publikum zielt die Veranstaltung? 

Der künstlerische Leiter des Projekts, Prof. Etzold, erhofft sich ein breiteres Publikum, als bei sonstigen Konzerten im Kirchenraum. „Das ist zwar geistliche Musik, aber es ist auch Gute-Laune-Musik und die soll und wird durchaus auch jüngere Leute ansprechen.“ Etzold bezeichnet die Aufführung insgesamt als ein „gigantisches Projekt“.

Werden in der Northeimer Sixti-Kirche besondere klangliche Vorkehrungen getroffen? 

Ja. Laut Sixti-Kantor Benjamin Dippel wird die gotische Hallenkirche klanglich speziell für das Konzert optimiert in Zusammenarbeit mit einem Tonstudio aus Kassel. Um den Hall zu reduzieren, werden eigens Schallsegel aus Moltonstoff installiert und andere Kirchenflächen mit Stoff abgehängt.

Gibt es begleitende Informationen zum Konzert? 

Bereits ab 16 Uhr gibt es für interessierte Konzertbesucher in der Sixti-Kirche eine 15-minütige Einführung in das Ellington-Werk. Für Konzertbesucher gibt es deutsche Texte der Lieder und gesprochenen Passagen.

Wo gibt es die Karten und wie viele Plätze sind es? 

!Tickets für die nummerierten Plätze (insgesamt 600) gibt es über das Internet auf www.musiktage.de sowie bei der HNA und in allen Geschäftsstellen der Kreis-Sparkasse Northeim, die das Konzert sponsert. Sie kosten 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) plus eventuell Vorverkaufsgebühr.

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