91 Veranstaltungen im vergangenen Jahr

Bilanz 2016: Northeimer Stadthalle macht 246.000 Euro Miese

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Platz für 765 Besucher: Der Saal der Northeimer Stadthalle. Die Empore (im Vordergrund) zählt 218 Plätze, unten im Parkett gibt es 547 Plätze. Hier ein Foto von der ausverkauften Veranstaltung „Northeim Pop meets Northeim Klassik“ 2015. 

Northeim. Die Stadthalle Northeim hat im vergangenen Jahr mit 52 500 Euro rund anderthalbmal so viel Erlös erwirtschaftet wie erwartet. Kalkuliert hatte die Stadt mit Einnahmen von 35.500 Euro.

Trotzdem ist das Minus der Stadthalle mit 246.100 Euro 2700 Euro geringfügig höher ausgefallen als geplant. Das geht aus einer Vorlage der Verwaltung hervor, mit der sie eine entsprechende Anfrage der Gruppe CDU/Grüne beantwortet hat.

Insgesamt zählte die Verwaltung 91 Veranstaltungen (24 990 Besucher) in der Stadthalle, davon 68 im Saal (17 mit Empore). 14-mal waren die Tagungsräume belegt und dreimal das Foyer. Die übrigen Belegungen sind Auf- und Abbautage für Großveranstaltungen.

Allerdings kassierte die Stadt nur bei knapp der Hälfte der Veranstaltungen (44) die volle Miete. Bei den übrigen gewährte sie Rabatte. So können Veranstaltungen von Vereinen, Parteien und gemeinnützige soziale Organisationen bis zu 50 Prozent Ermäßigung erhalten, wenn eine Kostendeckung der Veranstaltung durch Einnahmen nicht erreicht werden kann. Bei Veranstaltungen, an denen die Stadt ein überörtliches Interesse hat, ist sogar eine 70-prozentige Ermäßigung möglich.

Das vergangene Jahr, so heißt es in der Vorlage der Verwaltung, müsse als Rezessionsjahr verstanden werden. Einerseits habe sich noch die Ankündigung, die Halle schließen zu wollen, negativ ausgewirkt. Andererseits sei die Stadthalle wegen Baumaßnahmen 50 Tage geschlossen gewesen. Außerdem hätten im Haushalt die Mittel für Werbemaßnahmen gefehlt. Zum Vergleich: 2015 gab es laut Verwaltung 106 Veranstaltungen in der Stadthalle (17.890 Besucher)

Die Verwaltung mahnt den Rat dringend, weiter in die Stadthalle zu investieren, um sie im Wettbewerb mit anderen Veranstaltungshallen der Region (Osterode, Einbeck und Seesen) konkurrenzfähig zu halten. Sie nennt dabei insbesondere Beamer, Leinwand, Beleuchtung und Headset.

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