Landvolk und Universitäten suchen interessierte Landwirte

Im Landkreis Northeim sollen Blühflächen für die Forschung entstehen

Feld mit blühenden Blumen
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Für die Wissenschaft sollen im Landkreis Northeim für mehrere Jahre solche Blühflächen angelegt werden. Dieses Foto entstand in der Gemarkung Elvese und zeigt einen Blick ins Leinetal und auf den Wieter.

Die Wirkung von Blühflächen soll im Landkreis Northeim wissenschaftlich untersucht werden.

Northeim – Das Landvolk Northeim-Osterode sowie die Universitäten Göttingen und Rostock suchen interessierte Landwirte, die sich im Rahmen des Projektes „Kooperativ“ an einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Gestaltung von vielfältigen und insektenfreundlichen Agrarlandschaften beteiligen möchten.

Wie Manuel Bartens als Leiter der Verbandsorganisation beim Landvolk dazu mitteilt, sollen dabei mehrere landwirtschaftliche Betriebe kooperieren und im Landkreis Northeim bis zum Jahr 2023 mehrjährige Blühflächen in verschiedenen Größen von vier bis zwölf Hektar anlegen.

„Durch die Zusammenarbeit soll die Vernetzung von Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten in Agrarlandschaften gefördert werden“, beschreibt Bartens das Ziel des Projektes, das auf der Initiative des Runden Tisches Artenvielfalt der Stadt Uslar basiere, an dem Landwirtschaft, Kommunalpolitik und Naturschutz miteinander in Dialog treten.

Bartens verweis darauf, dass in Uslar auf diese Weise bereits seit mehreren Jahren erfolgreich kommunale Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt umgesetzt worden seien. Insofern sei „Kooperativ“ ein Gemeinschaftsprojekt aus der Region für die Region.

Insbesondere solle dabei ein enger Austausch von Landwirten untereinander gefördert werden. Ein weiterer Schwerpunkt sei, die Maßnahmen so zu gestalten, dass sie für die Bevölkerung sichtbar seien. Darüber hinaus soll laut Bartens mit der Unterstützung der Gemeinden und Städte im Landkreis Northeim ein enger Kontakt zur Bevölkerung hergestellt werden.

Das Anlegen von Blühflächen wird nach Angaben des Landvolks im Rahmen der Agrarförderung sowie gegebenenfalls durch weitere Fördermittel finanziert, wobei die Höhe der konkreten Zahlungen für die Landwirte, die sich beteiligen möchten, derzeit noch nicht feststehen.

Nicht nur die ökologischen und ökonomischen, sondern auch die sozialen Auswirkungen des Gemeinschaftsprojektes „Kooperativ“ werden von den beteiligten Universitäten Göttingen und Rostock untersucht.

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